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Leserbriefe Aus vergangenen Fehlern nicht gelernt
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11:12 23.06.2018
Das Kopfstein-Pflaster in der Fußgängerzone soll im kommenden Jahr beseitigt werden. Quelle: rg
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Stadthagen

Aber anstatt eine erforderliche Notoperation einzuleiten, diskutieren Rat und Verwaltung über die Farbe des Nagellacks. Wenn es nicht gelingt, für die Faurecia-Mitarbeiter akzeptable Angebote für die zukünftige Erreichung des Arbeitsplatzes in Hannover aufzubauen, wird dies über kurz oder lang zu einem Wegzug der Mitarbeiter und damit verbunden zu einem weiteren empfindlichen Verlust von Kaufkraft in Stadthagen führen (etwa 800 Arbeitsplätze à 1500 Euro netto = über 14 Millionen Euro Kaufkraft im Jahr).

Dinge geschaffen, die keiner braucht

Die „Möblierung“ des Marktplatzes und die Sichtachsen von Hagemeyer zum Marktplatz sind dann gerade mal egal; zumal man befürchten muss, dass diese vermeintliche „Attraktivitätssteigerung“ durch erhöhte Parkgebühren zunichtegemacht wird. Wieder einmal werden Dinge geschaffen und verändert, die am Ende keiner braucht. So wie in Stadthagen weiter Gewerbegebiete ausgewiesen wurden, als längst offensichtlich war, dass es den Industriestandort Stadthagen nicht mehr geben wird. Das Offensichtliche ist aber für viele im Rat immer noch nicht erkennbar, wenn die Wirtschaftsförderung als „zu lasch“ erkannt wird.

Stadthagen als Schlafstadt

Die Wirtschaftsförderung kann die Fahrtzeiten nach Hannover und nach Westfalen nicht verkürzen. Das hätte nur mit der A30 geschehen können. Die einzige Chance, die Stadthagen noch bleibt, ist die konsequente Entwicklung zur Wohn- und Schlafstadt zu Hannover. Ob noch genug Zeit und ausreichende Kompetenz in Verwaltung und Rat vorhanden sind, um Stadthagen zukunftsweisend zu entwickeln, ist die Frage, die in den nächsten Jahren beantwortet werden muss.

Marcus Dammann, Nienstädt

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