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Leserbriefe Bad Nenndorf macht Rückzieher
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16:50 28.04.2018
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Als seinerzeit die ersten Planungen vorgestellt wurden, trafen sich am im Juni 2002 zunächst 24 Anwohner der Straße Hinter den Höfen und beschlossen, den weiteren Ablauf mit einer Bürgerinitiative zu begleiten. Unser Ziel war es nicht, den Ausbau zu verhindern, sondern zusammen mit den Planern eine Lösung zu erarbeiten, die landschaftsschonend, lärmschutzoptimal und umweltfreundlich sein sollte.

Im August 2002 trafen sich dann knapp 80 Anwohner und verabschiedeten diese Zielsetzung mit großer Mehrheit. Ich wurde zu einem der Sprecher dieser Initiative gewählt.

Am 26. Januar 2004 übergaben wir, um unser Engagement zu untermauern, 570 Unterschriften von Einwohnern der direkt betroffenen Straßen dem damaligen Samtgemeindebürgermeister Battermann.

Damals wurde der Vorschlag gemacht, die B65 ab dem Erlengrund nach Süden zu verlegen, um so die Belastungen durch Lärm, Abgase und Feinstaub für die Anrainer deutlich zu reduzieren. Dieser Vorschlag wurde von der Stadt Bad Nenndorf aufgegriffen und sie sagte zu, sich an den Mehrkosten zu beteiligen. Sowohl der seinerzeitige Landrat Schöttelndreier als auch der Bundestagsabgeordnete Edathy sagten Lösungsmöglichkeiten bei der Finanzierung zu.

Am vergangenen Mittwoch besuchte ich nun die Sitzung des Bauausschusses von Rodenberg, bei der der aktuelle Stand der Planung des B65-Ausbaus vorgestellt wurde. Ich war erstaunt, dass 16 Jahre nach den ersten Gesprächen eine Planung, die erstmals 2008 als Variante 3 (Knoten B65/B442 auf dem Gelände Homeyer zwischen Bad Nenndorf und Rodenberg) als eine der bevorzugten Lösungen vorgestellt wurde, allerdings ohne die Verlegung der Fahrbahnen ab Erlengrund nach Süden.

Der Grund für die Abkehr von der bisherigen Planung läge in der Weigerung der Stadt Bad Nenndorf, sich an den inzwischen gestiegenen Kosten der Verlegung zu beteiligen.

Handelt die Gemeinde hier nach dem Motto: Was schert mich mein Geschwätz von gestern? Dies sollte dann aber bitteschön auch bei den Kosten für die Sanierung des Kurhauses gelten. Das irgendwann einmal sehr teuer renovierte Kurhaus bringt der Stadt keinen realen Gewinn. Eine (versprochene) Verlagerung der B65 nach Süden würde den 570 Familien, die sich mit ihrer Unterschrift für eine optimale Lösung beim Umbau der Bundesstraße einsetzten, dagegen bessere Luft und weniger Lärm bringen.

Eckhard Bohm aus Bad Nenndorf

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