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Leserbriefe Ein anderer Feiertag wäre besser
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15:41 09.11.2018

Wir erfuhren dabei etwas über die Trennung von Staat und Religion. „Ich gehe an diesem Tag ganz normal zur Arbeit!“, sagt der Landesvorsitzende der Jüdischen Gemeinden von Niedersachsen, Michael Fürst in der „JA“ vom 1. November. Dies sei sein Protest gegen diesen Feiertag. Er betrachtet das unter antisemitischen Gesichtspunkten, es ist sein gutes Recht, Luther so zu sehen.

Ich schlage daher als Feiertag für Niedersachsen ein völlig anderes Datum vor. Es hat mit der epochalen religiösen Reformation zu tun, ist aber kein kirchlicher Feiertag, somit völlig staatskonform im Sinne der Verfassung. Am 8. Juli 1633 schlugen protestantische, schwedische Heere ausgehend von der Weserüberquerung in Rinteln, ungefähr beim Neelhof, die kaiserlichen, katholischen Heere bei Hessisch-Oldendorf vernichtend und verjagten sie – das Ende der katholischen Gegenreformation. Das war der entscheidende Tag, der die Konsequenz hatte, dass auch Niedersachsen protestantisch blieb und ist. Das wäre für mich ein der Reformation gedenkender und dennoch nicht religiöser Anlass, den sich Niedersachsen zum Feiertag machen könnte.

Uwe Kurt Stade, Rinteln