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Leserbriefe Eis- und Warmzeiten: Gibt es überhaupt ein „Normalklima“?
Mehr Meinung Leserbriefe Eis- und Warmzeiten: Gibt es überhaupt ein „Normalklima“?
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23:00 31.08.2018
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Das stimmt nun gar nicht.

In den vergangenen 200000 Jahren gab es Kalt- und Warmzeiten. Der Temperaturunterschied zwischen beiden Phänomenen lag im Jahresdurchschnitt bei sechs Grad. Der Temperaturanstieg seit dem Abklingen der sogenannten „Kleinen Eiszeit“ (etwa vor 200 Jahren) beträgt etwa ein Grad.

Zu den Forschungsinstituten ist nur zu sagen, dass sie alle von ihren Geldgebern abhängig oder direkt oder indirekt mit ihnen „verbandelt“ sind. So wird das hochgelobte Institut für Klimafolgenforschung zu 100 Prozent von Bund und Ländern finanziert.

Man sollte es wohl besser mit Churchill halten, der nach eigener Aussage nur den Statistiken geglaubt hat, die er selber gefälscht hat.

Das Klima ist ohnehin ein „chaotisches System“. Es lässt sich nicht vorausberechnen, da es von mehreren variablen Faktoren abhängig ist – zum Beispiel Sonnenaktivität, Umlaufbahnen oder geologischen Veränderungen und Vulkanen.

Das CO2 ist nur ein Faktor und dazu nur ein recht kleiner. Sein Anteil an der Atmosphäre beträgt nur 0,04 Prozent, und wieder nur ein kleiner Bruchteil davon ist von Menschen gemacht.

Ich erinnere mich noch an die Rundfunkaussage eines Geologen nach dem Ausbruch des Mount St. Helens im Jahre 1980. Er sagte sinngemäß, allein dieser Vulkanausbruch hätte mehr CO2 in die Atmosphäre geblasen als die gesamte Menschheit seit dem Beginn der Industrialisierung. Hatte er recht?

Einigermaßen sicher können wir nur das Klima der Vergangenheit erforschen. Und da kann man für die Erdneuzeit (Tertiär und Quartär, etwa die letzten 50 Millionen Jahre) feststellen, dass die Erde die längste Zeit komplett eisfrei war, auch an den Polen.

Erst gegen Ende des Tertiärs wurde es kühler, um im Quartär, den letzten drei Millionen Jahren, dann einen häufigen Wechsel zwischen Eis- und Warmzeiten zu erleben. Aber welches Klima ist nun „normal“? Gibt es das überhaupt?

Erich Ostermeier, Bückeburg

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