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Leserbriefe Genug Platz auf den Dächern
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19:37 26.10.2018
Landkreis

Das bisherige Geeiere von Industrievertretern sollte sich wohl mit diesen Prognosen erledigt haben.

Aber warum sollen eigentlich mehr oder weniger wertvolle Anbauflächen für Nahrungsmittel in großflächige Solarfelder umgewandelt werden? Es gibt doch massenhaft bisher nicht genutzte Dachflächen. Und die Bundesregierung fördert doch diese Nutzung massiv, indem sie auf jedes hierzu geeignete Dach eine Solaranlage zur Eigenversorgung und zur Versorgung der möglichst direkt angeschlossenen Nachbarschaft gelegt wird. Einschließlich der Elektroautos. Die Stadtwerke Bückeburg sind hier sehr aktiv dabei. Und die Stadt Stadthagen legt zum Beispiel auf Schuldächer und andere öffentliche Gebäude große (Bürger-)Solaranlagen.

Dann gibt es Beispiele von sinnvoller Solar-Architektur, wie zum Beispiel die Werkhalle der Solar-Firma Ahrens im Bückeburger Industriegebiet, oder den Pultdach-Neubau in Nienstädt neben der B65, deren Dachflächen vollständig mit Solarpaneelen eingedeckt sind. Ganz ohne Kosten für die Dachziegel. Und dann gibt es die unzähligen guten Beispiele der nicht zu unterschätzenden Landwirte, die schon seit vielen Jahren ihre Ernteüberschüsse, zinsbringend und diebstahlsicher, auf das Scheunendach gelegt haben.

Aber da sind auch noch die unzähligen Industriehallen, die keine Solaranlage zur Eigennutzung auf ihren Riesendächern haben. Und leider auch das Schaumburger Klinikum, bei dessen Architektur-Wettbewerb eine „zwingend vorgeschriebene Dachkonstruktion für eine Bürger-Solaranlage“ einfach vergessen wurde. Im Gegensatz hierzu gibt es jedoch die intelligente und tröstliche Idee, die schräge Halde des Georgschachtes solargerecht fein einzukleiden um diesen vor Ort erzeugten Strom auch direkt vor Ort, ganz ohne Netzgebühren, zu nutzen. Also den Fachmann aufs Dach gelassen, die Dachziegeln entfernt und die vom Staat geförderten Paneele, wetterfest und in sich ruhend, draufgelegt.

Das ist dauerhaft und nachhaltig. So ganz nebenbei auch noch umweltschonend und völlig ohne Windradgeräusche. Zum abstotterbaren Festpreis, der ganz und gar nicht mit steigenden Energiekosten belastet ist, sondern bei viel Sonne Vorteile erzeugt.

Dieter Störig, Bückeburg