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Jämmerliches Bild des Bad Nenndorfer Rates

Zum Artikel „Kulturlose verschandelten das Kurhaus“ vom 7. Januar Jämmerliches Bild des Bad Nenndorfer Rates

Der Beitrag des Herrn Schittek kann nicht unkommentiert bleiben. Wo war eigentlich dieser Mann, als das Gebäude − wie er sagt − „bis zur Unkenntlichkeit verschandelt wurde“? Sein einziges, rückwärtsgewandtes Argument für den Erhalt besteht doch nur darin, das Bauwerk als Denkmal an einen Architekten weiter zu unterhalten.

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In Bad Nenndorf herrscht seit Jahren Uneinigkeit um die Zukunft des Kurhauses.

Quelle: rg

Gleichzeitig blamiert sich der Künstler, wie er sich selbst nennt, mit einer lächerlichen Definition zum Begriff „Rendite“. Vermutlich weil er genau weiß, dass der Erhalt dieses Gebäudes in alle Ewigkeit weiter viele Steuergelder verschlingen würde.

Gebäudeumbau soll angeblich 7,3 Millionen Euro kosten

Das Kurhaus wurde zu einer Zeit erbaut, als die Kurgäste in Strömen nach Bad Nenndorf kamen. Zu einer Zeit, als für das Staatsbad die Gelder aus Hannover großzügig flossen. Der Gebäudeumbau soll angeblich 7,3 Millionen Euro kosten. Wieder einmal ein Akt der Volksverdummung, wenn die Außenanlagen weggelassen werden und heute bereits die Politiker feststellen, dass die Erneuerung der Heizung gänzlich fehlt, was fehlt dann noch? Hat jemand die Elektroinstallation, die Wasserversorgung, die Drainage oder die Statik geprüft? Wo sind die erfahrungsgemäß bei derartigen Bauvorhaben notwendigen Zuschläge für Unvorhergesehenes? Die Kosten dieses Bauvorhabens werden, wie leider regelmäßig bei öffentlichen Projekten, bewusst zu niedrig kalkuliert, um erst nach der Genehmigung zu explodieren.

Und was machen die Politiker? Seit vielen Jahren wird die Entscheidung über den Abbruch des Kurhauses immer wieder verschoben, vertagt, hingehalten. Schon die Volksbefragung war ein Fehler und ein Akt der Mutlosigkeit des Rates. Und als jetzt zum Glück beschlossen wurde, das Verfahren wieder bei Null zu beginnen, da enthält sich ganz feige die SPD ihrer Stimme. So gibt der Bad Nenndorfer Rat ein jämmerliches Bild ab.

Ich hoffe, der Verwaltungschef bekommt die notwendige Unterstützung zum Neubau eines angemessenen Kurhauses. Der darf aber nicht überfrachtet werden mit umfangreichen Vermietungsrisiken zusätzlicher Gewerbeansiedlung. Das alte Gebäude ist ein hässlicher Schandfleck, baufällig und ein viel zu großer Klotz für den heutigen und künftigen Bedarf. Und es darf nicht sein, dass eine Gemeinde, die tief in Schulden steckt, wissentlich für weitere Jahrzehnte neue Schulden eingeht.

Georg Reimann

Lauenau

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