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Kein Nutzen für die Bevölkerung

Zur Berichterstattung bezüglich des Georgschachts. Kein Nutzen für die Bevölkerung

In Meinefeld geboren und aufgewachsen, einer Siedlung, die mit dem Georgschacht entstanden ist, gehörte der Schacht ganz selbstverständlich zu meinem Alltag. Der ganze Ort lebte damit und davon. Die kleine Abraumhalde war für uns Kinder im Winter der Rodelberg.

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Der Wasserturm am Georgschacht ist seit einer Woche Geschichte.

Quelle: RG

Auf die große traute man sich manchmal auch herauf und war begeistert von dem Blick, den man von da hatte. Bei gutem Wetter konnte man bis Porta sehen.

 Dass oft Staub geputzt werden musste, war halt so. Wenn die Halde „brannte“, es nach Schwefel roch und eine gelbliche Brühe herunter lief, wurde das als nun mal unvermeidlich hingenommen. Mein Vater arbeitete bis zur Einstellung des Bergbaus in der Region als Hauer in Schichten unter Tage. Das Arbeitszeug musste zu Hause per Hand gewaschen und geflickt werden. Im Dorf sind einige Männer an der Berufskrankheit „Staublunge“ qualvoll gestorben.

 Über 50 Jahre haben die Gebäude auf dem Schachtgelände nun vor sich hin gerottet. Keiner hat eine sinnvolle Nutzungsmöglichkeit gesehen. In den Museen in Lindhorst und Obernkirchen kann sich jeder am Bergbau Interessierte ganz toll informieren. Ich kann keinen Nutzen für die breite Masse der Bevölkerung im Erhalt der Gebäude sehen. Das Geld sollte lieber für Dinge verwendet werden, von denen mehr Leute im Alltag profitieren würden.

Doris Bargheer

Stadthagen

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