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Leserbriefe Kostenbeteiligung rechtens?
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22:18 12.02.2019

Nun aber folgte der ergänzende Bericht in Ihrer Ausgabe vom 28. Januar. Danach verwundert es nicht, dass landauf, landab Pflegeheime wie Pilze aus dem Boden schießen. Wenn ich das Geschriebene richtig interpretiere, hat man bei der ersten Berechnung die Investitionskosten außer acht gelassen.

Wessen Investitionskosten bitte? Sie schreiben: „Investitionskosten beinhalten die Kosten für die Erbauung und Instandhaltung der jeweiligen Einrichtung sowie die laufenden Kosten für Miete und Pacht.“ Das verstehe ich so, dass der Besitzer des Gebäudes, der meistens auch der Betreiber der Pflegeeinrichtung ist, die Kosten des von ihm gebauten Heimes auf die Heimbewohner umlegen kann.

Das heißt ich bezahle den Hausbau mit, ich finanziere das Gebäude, in dem ich untergebracht bin. Und wenn mein Zimmer größer ist, ist auch mein Anteil an den Investitionskosten größer.

Wie komme ich dazu, das Vermögen des Hausbesitzers zu vermehren, indem ich mich an den Herstellungs- und Instandhaltungskosten des Gebäudes, in dem ich untergebracht bin, unfreiwillig beteiligen muss?

In Ihrem Beispiel handelt es sich um rund 500 Euro, die man nun monatlich zu den Kosten für die Pflegestufe fünf hinzuzurechnen hat. Ich weiß genau, dass in den neunziger Jahren diese Methode, schnelles Geld zu machen, untersagt worden ist. Sollte sich hier inzwischen wieder eine Lücke im Gesetz gefunden haben?

Dorit Kosian

Bad Nenndorf