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Land soll seine Hausaufgaben machen

Zum Bericht „Land will alle Schüler mit Mini-Computern ausrüsten“ vom 7. Januar Land soll seine Hausaufgaben machen

Dem Zitat unseres Ministerpräsidenten Stephan Weil „Ich halte das für ein hoch reizvolles Thema“, kann man nur beipflichten, jedoch in übertragenem Sinne. Vielen Eltern beziehungsweise Großeltern von schulpflichtigen Kindern oder auch jedem, der aufmerksam die Zeitung liest und an der Bildung der zukünftigen Generation interessiert ist, wird bekannt sein, dass an den allgemeinbildenden Schulen in Niedersachsen ein gravierender und hausgemachter Lehrermangel herrscht.

Die Unterrichtsversorgung liegt vielerorts zehn Prozent unter 100. Es kann daher keinerlei Förderung für lernschwache Kinder, kein regulärer Sprachunterricht für Flüchtlingskinder, teilweise keine Sprachförderung in Kindergärten von den Schulen angeboten werden. Teilweise ist es nicht möglich, den Pflichtunterricht ausreichend abzudecken. Fächer wie Sport, Religion, Kunst und Musik fallen daher als erstes unter den Tisch, so zumindest an den Grundschulen.

Natürlich wäre das Angebot „Land will alle Schüler mit Mini-Computern ausrüsten“ sehr zu begrüßen, da die nächste Generation sicherlich ausnahmslos mit diesen Medien arbeiten wird. Aber es muss doch erst mal die wesentliche Grundlage einer jeden Schule, gute Lehrer in ausreichender Anzahl vorzuhalten, vorhanden und gesichert sein, um den Kindern unter anderem den nützlichen und sicheren Umgang mit dem Computer zu vermitteln.

Von daher ist es für uns tatsächlich ein Reizthema, wenn Ministerpräsident Stephan Weil so weitgreifende Absichten erklärt, wo es doch schon große Schwierigkeiten bei der Erledigung der obligatorischen Hausaufgaben des Landes gibt.

Familie Krüger

Rodenberg

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