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Leserbriefe Mehr „Zukunftszuversicht“ gewünscht
Mehr Meinung Leserbriefe Mehr „Zukunftszuversicht“ gewünscht
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15:25 08.06.2018

Es ist heute allgemeiner Wissensstand, dass die fossilen Energien und die Kernkraft nur noch eine sehr begrenzte Zeit für unsere derzeitige Energieerzeugung reichen werden, und dass sie Umweltschäden in unvorstellbaren Ausmaßen verursacht haben und weiter verursachen werden.

Somit ist für verantwortungsvolle Bürger klar, dass dringend eine Veränderung und Erneuerung sowie ein schnelles Handeln notwendig ist. Ich habe die Planungsunterlagen im Rathaus gesichtet. Die Stadt Bad Münder hat nach meiner Ansicht sehr gründlich und verantwortungsbewusst mögliche Standorte prüfen lassen. Dies ist daran erkennbar, dass lediglich zwei kleinere Standorte im Gemeindegebiet der Stadt als WEA (Windenergieanlage) Vorabgebiete geeignet sind.

Der Vorteil daran: Eine „Verspargelung“ der Landschaft wie im Bereich Coppenbrügge ist damit ausgeschlossen. Die Kernenergie mit ihren vielen unkalkulierbaren Risiken, den riesigen, noch nicht abschätzbaren Folgekosten, den ungeklärten Endlagerungen für Uranabfälle und verstrahlten Millionen Tonnen von Beton verursachen unvorstellbare Umweltschäden. Die „Versiegelung“ riesiger Bodenflächen am Kraftwerk hat stattgefunden. Giftige Emissionen im Betrieb sind ganz offiziell bekannt – sie sollen die unbedenklichen Grenzwerte nicht überschreiten.

Wer mit offenen Augen in Richtung Hameln fährt, kann objektiv die „bedrängende“ Wirkung dieses Bauwerkes wahrnehmen. Ich verstehe, wenn Bürger sich durch Energieerzeugungsanlagen persönlich betroffen fühlen. Aber ich vermisse bei den Kritikern der WEA etwas Ehrlichkeit, Sachlichkeit und Solidarität. Woher beziehen Sie bitte ab 2022 Ihren nachhaltigen, umwelt- und klimaschonenden Strom? Welche nicht beeinträchtigende Energie-Alternative haben Sie als Vorschlag? Ich wünsche mir ein sachliches Abwägen der Chancen und Risiken und etwas mehr „Zukunftszuversicht“.

Horst Hillen, Bad Münder