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Nur das Negative

Zum Artikel „Autorin rückt Lyriker in anderes Licht“ vom 23. Juni. Nur das Negative

Der Balladendichter Börries Freiherr von Münchhausen war einer der meist gelesenen Autoren seiner Zeit. Zu seinen Lebzeiten sind weit über 700.000 Exemplare seiner Werke verkauft worden.

Noch 1970 wird er im Literatur-Lexikon (Frenzel: Daten Deutscher Dichtung Bd. 2, 6. Auflage) in einer Reihe neben Rilke, Hesse und Hoffmanns-thal genannt. Die meisten seiner Werke sind vor, während und nach dem Ersten Weltkrieg entsanden – also lange vor Beginn des Dritten Reiches.

 Dass sein Verhalten in den Jahren von 1933 bis 1945, vor allem sein Antisemitismus, nicht akzeptabel war, ist unbestritten. Auch seine charakterlichen Schwächen kann man nicht wegdiskutieren.

 Was Jutta Ditfurth veranlasst hat, 2013 ein Buch über ihren heute weithin vergessenen Onkel zu verfassen und dabei fast ausschließlich diese negativen Aspekte zum Gegenstand ihrer Untersuchung zu machen, bleibt ihr Geheimnis. Der Persönlichkeit und dem Werk des Dichters wird sie damit in keiner Weise gerecht.

 Es ist schade und nicht nachvollziehbar, dass sich Ihr Artikel nur auf das wenig objektive Buch von Frau Ditfurth stützt. Ist eine differenzierte und faire Würdigung des Balladendichters zu viel verlangt?

Matthias Freiherr von Münchhausen

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