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Nur wer wählt, darf meckern

Wahlverhalten Nur wer wählt, darf meckern

Zum Artikel „Es ist Wahl – und keiner geht hin“ vom 22. August:

Seit 1967, seit ich volljährig bin, bin ich wählen gegangen, und ich habe keine Wahl verpasst. Seit 1972 war ich bis zu meinem Umzug, von Essen (NRW) nach Heuerßen (SHG), auch Wahlhelfer. Wenn es dann damals schon einmal zu geringeren Wahlbeteiligungen kam, habe ich auch immer gesagt: „Stellt Euch vor, es sind Wahlen und keiner geht hin“.

Aber so, wie sich die Lage in den vergangenen 15 bis 20 Jahren entwickelt, ist es eine Katastrophe. Es sind unsere Politiker, die dies zu verantworten haben, gerade und auch in der kleinen, sprich Kommunalpolitik.

Früher konnte man die verschiedenen Parteien durch ihre Wahlreden und geplanten Ziele noch ein wenig voneinander unterscheiden und es ging erst in zweiter Linie um die Personalie. Heute ist alles ein Einheitsbrei und nur noch Streit um Posten und Pöstchen.

Früher sagten die Spitzenleute der Parteien noch: „Leute, wir möchten Dieses und Jenes umsetzten, wählt uns, und wir werden darum kämpfen.“

Heute sagen die Politiker: „Leute, wählt uns erst einmal, und dann gucken wir mal, ob wir kämpfen, um etwas durchzusetzen!“

Und wenn Sie dann etwas durchsetzen, dann meist auch noch gegen den Willen der Betroffenen. Beispiele stehen fast täglich in den SN.

Aber wenn man nicht wählt, darf man auch nicht meckern. Und es gibt nichts Schöneres, als über Politiker meckern zu können. Ich gehe wieder zur Wahl.
Und ich werde nach der Wahl wieder genug Gründe finden, um zu meckern.

Robert F. Schmidt
Heuerßen

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