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Leserbriefe Rinteln hat 20 Jahre geschlafen
Mehr Meinung Leserbriefe Rinteln hat 20 Jahre geschlafen
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16:13 09.11.2018

Radsportler und Touristen, die für den Weitblick eine lange Anfahrt und viele Stufen Aufstieg in Kauf nehmen, sind doch sehr unterschiedliche Zielgruppen. Auch dort hat es Rinteln fast 20 Jahre lang verschlafen, diesen exponierten Punkt für Rinteln als Werbeträger zu nutzen. Die Fernreisenden, die sich vom Hinweis Arensburg an der Autobahn zum nicht zugänglichen ehemaligen Nobel-Hotel verirren, müssen dort ohne weitere Erkenntnisse wieder abhauen.

Unabhängig vom Gebäude könnten der ehemals schöne Schlosspark und die Historie der Hexenteiche touristisch vermarktet werden. Analog zur Weserbrücke könnte eine blaue LED-Kontor-Beleuchtung wie an der Weser-Brücke, kombiniert mit dem Rinteln-Logo, weithin sichtbar eine Landmarke für Rinteln setzen.

Vorschlag neuer Werbetext für Rinteln: „Besuchen Sie Rinteln und erleben Sie den Wandel von der historischen Stadt an der Weser zum modernen Mittelzentrum, wo bereits vor Jahrzehnten erfolgreich emissionsarmer elektrischer Nahverkehr auf Draisinenformat geschrumpft wurde. Nur hier können Sie dabei sein, wie sich überdimensionierte dieselgetriebene Busse durch enge Altstadt-Straßen schlängeln. Auch kann man in der Stadt an der Weser alte Hafenanlagen früherer Jahrhunderte ohne jedes Wasserfahrzeug ungestört besichtigen oder aber am Nordufer der Weser westlich des Weserangers stundenlang durch die ausgedehnte Brennnessel-Wildnis spazieren, traditionell ist doch das Nesselblatt das Wappenzeichen, somit sind Nesseln eine wichtige regionale Kulturpflanze, die in den lokalen Reservaten Uferweg an der Exter und Fockenkump in bis zu drei Meter hohen Exemplaren erfolgreich kultiviert wird.“

Klaus Goebel, Rinteln