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Schutz der Fußgänger und Radfahrer soll an erster Stelle stehen

Ausbau der Landesstraße 447 Schutz der Fußgänger und Radfahrer soll an erster Stelle stehen

Zur Berichterstattung über den Ausbau der Landesstraße 447:

Überall im Lande protestiert man gegen Ausbau und Verbreiterungen der Durchgangsstraßen. Bei uns ist das anders. Man will die L447 zwischen „Großen Karl“ und der Einmündung an der L444 ausbauen, obwohl jeder weiß, dass die Achse Bückeburg-Nienstädt-Autobahn Hannover dann eine Hauptdurchgangsstrecke mit vielfachem Verkehr und noch mehr Raserei wird. Eine schnelle Straße ohne Ampeln von Nienstädt bis Rodenberg.

Als im vergangenen Jahr schon einmal eine Informationsveranstaltung zu diesem Thema stattfand, erklärte uns jemand vom Finanz- und Wirtschaftsministerium, dass Landesstraßen in erster Linie Industrie-und Wirtschaftszentren verbinden sollen. Das trifft eher auf die L444 zu, am wenigsten auf unsere Straße.

Im Klartext: Von allen anstehenden Ausbauten der Landesstraßen in Niedersachsen stehen wir so ziemlich am Ende dieser Liste. Meiner Meinung nach, irgendwann mal in 15 bis 20 Jahren.

Vielleicht sollten unsere örtlichen Stadt-und Kreistagsabgeordneten mehr im Auge haben, nicht schnelleren und mehr Verkehr durch unser schönes Dorf zu bringen, sondern dafür zu sorgen, dass bei uns der Schutz der Fußgänger und Radfahrer an erster Stelle steht.

Wir haben ohne Übertreibung den gefährlichsten Schulweg in Niedersachsen. Das noch nichts passiert ist, grenzt an ein Wunder. In der dunklen Jahreszeit kann kein Fußgänger mehr die Straße ohne Lebensgefahr benutzen. Ich habe mich schon des Öfteren mit einem Sprung in den Straßengraben retten können. Für ältere Anwohner ist die Straße als Fußgänger tabu.

Vielleicht gibt es ja die Möglichkeit, einen kombinierten Rad- und Fußweg etwas abseits der Straße zu bauen, wie es in vielen Gegenden praktiziert wird. Es wird sicherlich auch noch andere Möglichkeiten geben, das Problem zu lösen.

Dies müssten dann allerdings Stadt oder Kreis bezahlen. Wir haben ja wohl im Rathaus und Kreishaus Experten, die sich mit dieser Thematik einmal beschäftigen könnten. Vielleicht wird dann ja auch einmal abseits der Kernstadt etwas investiert.
Es ist also nicht nur die Landesregierung gefragt, wie immer bei allen Einwohnerversammlungen (Wahlkampfveranstaltung) gesagt wird, nein, auch Stadt und Kreis sollten in der Pflicht sein.

Vielleicht sollte man auch irgendwann einmal Schilder für Fahrverbote von Lkw im Durchgangsverkehr anbringen, denn die Kiesbomber (5-Achser) werden von Woche zu Woche mehr. Das wäre für die desolate L447 vorteilhafter, als Tempo-30-Schilder aufzustellen.

Heinz Kirschke
Stadthagen

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