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Leserbriefe Unerträgliche Personalsituation
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15:25 08.06.2018

Mein Vater ist zudem Marcumar-Patient. Dass der Vorgang unmittelbar vor einer Apotheke geschah, war ein Segen; man kümmerte sich vorbildlich und rief einen Rettungswagen, der ihn in die Notaufnahme des Klinikums Schaumburg brachte.

Da ich mich zu diesem Zeitpunkt noch an meinem Arbeitsplatz in Hannover befand, dauerte es eineinhalb Stunden, bis ich im Klinikum eintraf. Dort traute ich meinen Augen nicht – mein Vater saß blutend und zitternd auf einem Stuhl in der Notaufnahme und hatte zudem fürchterlichen Durst.

Erst als ich mich am „Sprechfenster“ von einer ziemlich unbeeindruckt wirkenden Mitarbeiterin nicht abwimmeln ließ und einen lautstarken „Aufriss“ veranstaltete, hatte sofort eine Ärztin Zeit, die blutenden Verletzungen meines Vaters zu behandeln. Sie erzählte mir von einer unerträglichen Personalsituation. Fazit: Nur mit einem Prestige-Gebäude ist es nicht getan, das Entscheidende ist die personelle Ausstattung – auch wenn‘s Geld kostet.

Detlef Schröter

Wendthagen