Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 2 ° Regenschauer

Navigation:
Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen

Leserbrief / Klinikum Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen

Zum Artikel „Klinikum: Tüting kritisiert Nibelungentreue“ vom 18. Oktober:

Wurde der Ratsvorsitzende der Stadt Stadthagen urplötzlich vom Saulus zum Paulus? Herr Tüting kritisiert den Landkreis. Ihn treiben also schwere Sorgen wegen des Klinikums. Ich rufe in Erinnerung:  „Es darf nicht sein, dass viele Millionen Euro Steuergeld ... versenkt werden.“ „Es handelt sich um Steuergeld unserer Bürger.“ Dem Landkreis sei „ein Planungsfehler unterlaufen – das war unseriös.“ „Wenn die wirtschaftliche Basis eines Beschlusses abhanden gekommen ist, dürfen und müssten Abgeordnete die Größe aufbringen, zu neuen Erkenntnissen zu kommen“, statt „in Nibelungentreue an einem Uraltbeschluss festzuhalten.“ „Der Landkreis hat sich mutwillig auf einen Träger eingelassen!“

Weiter betont Tüting, als von den Bürgern gewählter Ratsherr in Verantwortung vor diesen zu handeln. Er kritisiert allen Ernstes, dass die Bürger nicht in einer dem Projekt angemessenen Weise an der Planung beteiligt wurden: „Das hat der Landkreis nicht auf die Reihe gekriegt!“

Nun frage ich den Ratsvorsitzenden der Stadt Stadthagen: Wie viel Steuergeld hat die Stadt Stadthagen bereits für die Planung des Asphaltmischwerkes versenkt? Auch dies sind Steuergelder der Bürger!

Die Errichtung des Mischwerkes im Südwesten der Stadt ist ebenfalls ein krasser Planungsfehler! Warum haben der Stadtratsvorsitzende und die übrigen Ratsmitglieder bis heute nicht die Größe, ihre Entscheidung in dieser Sache zu überdenken, nachdem inzwischen 4500 Bürgerinnen und Bürger durch deren Unterschrift ihre Ablehnung gegenüber einem Asphaltmischwerk zum Ausdruck bringen? Warum wurden neue Erkenntnisse ignoriert und in sprichwörtlicher „Nibelungentreue“ an einem Uraltbeschluss festgehalten? Hat hier die Stadtverwaltung auch mutwillig an einem Investor festgehalten?

Wo, Herr Tüting, haben Sie als von den Bürgerinnen und Bürgern gewählter Ratsherr in Verantwortung gehandelt? Und hat etwa der Stadtrat unter Berücksichtigung aller mittlerweile erworbenen Kenntnisse die Bürger in angemessener Art und Weise beteiligt? Hat der Stadtrat dies wirklich auf die Reihe gekriegt!?

Das, was Sie dem Landkreis vorwerfen, sollten Sie in eigener Sache dringend für sich selbst hinterfragen! Nicht selten hält einem auch die geneigt gewähnte Wählerschaft zu gegebener Zeit den Spiegel vor. Solche doppelzüngigen Ratsmitglieder haben die Bürgerinnen und Bürger der Stadt nicht verdient. Denken Sie daran: Nach der Wahl ist vor der Wahl. Die Bürgerinnen und Bürger sind gewiss nicht nachtragend, aber sie vergessen auch nicht!“

Franz Schnitker,
Stadthagen

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben