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Zurück zu Stift und Papier

Zum Artikel „Hinkt Niedersachsen bei der Digitalisierung hinterher?“ vom 21. März. Zurück zu Stift und Papier

Wenn die Wirtschaft eine schnellere Digitalisierung fordert und dabei die Schulen, respektive die Lehrer im Visier hat, kann ich nur sagen: Bitte nicht, es reicht! Schüler, die lange am Computer arbeiten, sind anschließend des Denkens nicht mehr mächtig.

Was ja auch kein Wunder ist, denn ein Großteil des Denkens wird einem ja vom PC abgenommen. Immer weniger Schüler können überhaupt vernünftig schreiben, immer mehr Schüler können selbst einfache Zusammenhänge nicht herstellen – aber die Wirtschaft verlangt eine schnellere Digitalisierung.

 Immer wieder erlebe ich als Musiklehrerin, dass Schüler bis zur vierten Klasse in meinem Unterricht selbst einfache Aufgaben nicht oder nur sehr langsam beantworten können. Ein Beispiel: „Eine halbe Note hat zwei Viertel und eine Viertel hat zwei Achtel – wieviele Achtel hat eine halbe Note?“Notennamen muss ich mit den Schülerinnen und Schülern jede Woche neu erarbeiten, sie haben sie bereits nach einigen Tagen wieder vergessen. Dies sind nur meine Erfahrungen als private Musiklehrerin. Wie müssen die Erfahrungen der Grundschullehrer aussehen? Vieles davon habe ich schon in Gesprächen gehört, ich möchte es hier nicht wiedergeben.

 Mein Fazit: Nicht eine schnellere Digitalisierung muss her, sondern eine Grundausbildung mit Stift und Papier. Mit Fächern wie Werken, Zeichnen, Textiles Gestalten und Musik, damit sich die beiden Gehirnhälften vernetzen und Denken möglich gemacht wird.

Irene Buzalkovski, Nienstädt

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