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Recht im Beruf Theater darf Arbeitsvertrag von Maskenbildnerin befristen
Mehr Studium & Beruf Recht im Beruf Theater darf Arbeitsvertrag von Maskenbildnerin befristen
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05:02 01.01.2018
Maskenbildner am Theater arbeiten oft überwiegend künstlerisch. In diesem Fall darf der Arbeitgeber den Vertrag befristen. Quelle: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-tmn
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Erfurt

Um einen Arbeitsvertrag zu befristen, brauchen Arbeitgeber in der Regel einen guten Grund. Einer dieser Gründe kann eine überwiegend künstlerische Tätigkeit sein.

Diese muss dann allerdings auch ausdrücklich im Arbeitsvertrag stehen. Das geht aus einem Urteil des Bundesarbeitsgerichts (Az.: 7 AZR 369/16) hervor.

Klägerin in dem Fall war eine Maskenbildnerin, die an einem Theater beschäftigt war - allerdings nur befristet bis Ende August 2014. Ein gutes Jahr vorher teilte das Theater der Frau mit, dass ihr Vertrag nicht verlängert wird. Daraufhin zog sie gegen die Befristung vor Gericht, hatte aber keinen Erfolg.

Laut Teilzeit- und Befristungsgesetz gibt es mehrere mögliche Gründe für eine Befristung. Einer davon ist die sogenannte Eigenart der Tätigkeit. Die sah das Gericht hier als gegeben an: Denn laut Arbeitsvertrag war die Maskenbildnerin überwiegend künstlerisch tätig - und die Ausübung von Kunst ist laut Grundgesetz frei. Das Theater als Arbeitgeber darf in seiner Kunstfreiheit also nicht eingeschränkt werden, deshalb darf es den Vertrag auch befristen.

dpa

Sich aneinanderreihende befristete Verträge bezeichnet man als Kettenbefristung. Das kann unzulässig sein, wie der beschriebene Fall darlegt. Dem Kläger wurde in Folge ein unbefristetes Arbeitsverhältnis zugesprochen.

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