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17:34 28.02.2018
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„Progressive Oi!-Pop“ heißt also das neueste Werk einer Band, die sich nicht in eine Schublade packen lässt. Und genau dieses Schubladen-Denken kann man auch getrost vergessen, wenn man sich das Album zu Gemüte führt. Der Name des Silberlings und somit die selbstgeschaffene Musikrichtung, die es laut Rough Silk ja gar nicht gibt, spiegelt sich in jedem Song wieder. So steht auf der Progressive-Seite der Progrock-Sound in der Tradition der großen alten Bands aus den 70er Jahren, in denen es viel Raum für sphärische Jamparts, musikalische Vielfalt und außergewöhnliche Instrumentierungen gibt.

Das „Oi!“ wiederum steht für eine musikalische Mischung aus englischem Pubrock der 70er Jahre, Punkrock, Heavy Metal und Celtic Folk-Harmonien – teilweise auch mit Reggae-, Hardcore- und Ska-Parts – und spiegelt die rockige Seite der Band wieder. Gleichzeitig steht die Bezeichnung aber auch für die subkulturelle Grundhaltung der Band, sich an der heute immer mehr überhandnehmenden Kommerzialisierung und Formatisierung der Rockmusik zu verweigern. Der Pop-Part steht dafür, dass es Rough Silk trotz aller Experimentierfreude in erster Linie immer um einen guten Song geht, den man auch nur mit einer Akustikgitarre spielen kann.

Und genau diesen abwechslungsreichen Mix gibt es mit „Progressive Oi!-Pop“ auf die Ohren. Neben den typischen Rocknummern, bekommt der Zuhörer von Hawaiigitarre über Blechblasinstrumente bis hin zu Kalimba, Ukulele sowie diversen Percussionintrumenten ein riesiges Spektrum an Sounds geboten, welches von Beginn an fesselt. Eine Platte voller überraschender und verrückter Ideen, welches vor Spielfreude nur so strotzt.

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