Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 8 ° Regenschauer

Navigation:
Ablehnung des Bauprojektes nicht „unsozial“

Zum Artikel „Mehrgenerationenhaus: Zwölf Häuser auf 7000 Quadratmetern“ vom 4. März. Ablehnung des Bauprojektes nicht „unsozial“

Ein beachtliches Spektrum mildtätiger Aufgaben, denen sich der Verein Mehrgenerationenhaus Bückeburg seiner Satzung nach verschrieben hat: Förderung der Hilfe und Inklusion von Menschen mit Behinderung, Förderung von Kunst und Kultur, Jugend- und Altenhilfe, bürgerschaftlichem Engagement zugunsten gemeinnütziger, mildtätiger und kirchlicher Zwecke – um nur einiges zu nennen

 Der Verein möchte Behinderte unterstützen, Kulturveranstaltungen durchführen, Kindern und Migranten Nachhilfe geben, ein Kinderhotel betreiben.
Rundherum gute und wichtige Aufgaben, denen sich in Bückeburg erfreulicherweise bereits eine Vielzahl von Bürgern in Vereinen, Einrichtungen, kirchlichen Institutionen oder privaten Initiativen mit hohem ehrenamtlichem Einsatz widmen. Jedes dieser sozialen Engagements trägt zu einer Förderung des Gemeinwohls bei, ist wertvoll und verdient nicht nur größten Respekt, sondern auch Unterstützung in personeller wie finanzieller Hinsicht. Auch das Engagement in Umwelt- und Naturschutz gehört dazu. Bürger, die sich für den Erhalt eines einzigartigen Landschaftsschutzgebietes einsetzen, handeln ebenfalls „sozial“ und das Gemeinwohl fördernd. Die Ablehnung eines riesigen Bauprojektes – bestehend aus zwölf Wohnblöcken und weiteren Anlagen – in einem Landschaftsschutzgebiet, das noch dazu nur einige Jahre zuvor mit großer Bürgerbeteiligung erkämpft worden war, ist nicht „unsozial“. Es gefährdet auch kein soziales Projekt.
Eine Gefährdung des Projektes Mehrgenerationenhaus kann allenfalls in der Wahl eines Standortes liegen, bei welchem von vornherein mit allergrößter Ablehnung und massivem Bürgerprotest zu rechnen war. Schade für das Gelingen des Projektes, das an anderer Stelle sicherlich entscheidend mehr Zustimmung finden dürfte.
    
Eike Höcker
Bückeburg

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben