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Akzeptieren, aber nicht hofieren

Zur Berichterstattung über die umstrittenen Äußerungen des Hohnhorster Pastors Cochlovius. Akzeptieren, aber nicht hofieren

Ob Homosexualität aus biblischer Sicht Sünde ist oder nicht, vermag ich als theologischer Laie nicht zu beurteilen. Überrascht hat mich allerdings der sehr persönlich gehaltene Brief des Landesbischofs Meister an die „liebe Marie“.

Krampfhaft bemüht er sich darin, die von ihren schwulen Enkeln gesteuerte alte Dame zum Wiedereintritt in die evangelische Kirche zu bewegen.
 Auch der weitere Inhalt mit dem Angebot, gleichgeschlechtliche Partnerschaften kirchlich abzusegnen, zeigt sehr deutlich das Bestreben der evangelischen Kirche, immer auf der Höhe der Zeit zu sein. Man mag an der Einstellung der katholischen Kirche zu Recht einiges beanstanden. Von ihrer Standfestigkeit in zentralen Glaubens- und Gesellschaftsfragen können die .,Evangelischen“ noch einiges lernen.
 Nach meiner Beobachtung war die Präsenz des Herrn Landesbischofs im Kirchenkreis Schaumburg im Gegensatz zu seiner Vorgängerin in der Vergangenheit eher gering. Vielleicht bemüht er sich in Zukunft im gleichen Maße wie im aktuellen Fall, auch die Gründe für den Austritt der „normal“ denkenden und handelnden ehemaligen Mitglieder aus der Amtskirche zu erfahren.
 Geradezu entsetzt bin ich über die Stellungnahme des Kirchenvorstandes der Kirchengemeinde Bad Nenndorf. Besonders der Herr Pastor Schultz- Waßmuth lehnt sich in Sachen Homosexualität sehr weit aus dem Fenster. Es ist vermutlich sein Bestreben, die Homophilen zu einer gesellschaftlichen Gruppe hoch zu stilisieren. Für mich sind und bleiben sie eine winziger Kreis von geschlechtlich Fehlgeleiteten, die man zwar akzeptieren, aber nicht hofieren sollte.
 Den Vorstand der Kirchengemeinde Bad Nenndorf erinnere ich an die Bibelworte Offenbarung, Kapitel 3, Verse 15 und 16, die da lauten: „Ich weiß deine Werke, dass du weder kalt noch warm bist. Ach, dass du kalt oder wann wärest. Weil du aber lau bist und weder kalt noch warm, werde ich dich ausspeien aus meinem Munde.“

Willi Stummeier

Beckedorf

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