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Appell für mehr Menschlichkeit

Zu dem Leserbrief „Die Medien haben Merkel zu wenig kritisiert“ vom 17. September Appell für mehr Menschlichkeit

Leider reiht sich Herr Melchin in die Ablehnungsfront gegen die Willkommenskultur ein. Was ist falsch daran, wenn Redaktionen überwiegend das Flüchtlingsthema in Richtung „das schaffen wir“ kommentieren. Ob es wirklich so ist, mag dahin gestellt sein.

Ich behaupte, dass wir immer noch in einem Land mit weitgehender Presse-, Meinungs- und Informationsfreiheit leben. Durch meine Stimme wurde Frau Merkel nicht Bundeskanzlerin. Dass eben diese Kanzlerin vor Jahresfrist die Grenzen für die Flüchtlinge quasi über Nacht öffnete, war notwendig, weise, mutig und anerkennenswert. Frau Merkel füllte das „C“ in ihrem Parteinamen wieder mit Inhalt.

Etliche Flüchtlingshelfer sahen sich damals scheinbar unüberwindlichen Aufgaben gegenüber. Sie haben das mit Bravour gemeistert, und sie tun es noch immer. Vielleicht sollten Sie, all die Kritiker, die Zauderer und die Ablehner Ihren Blickwinkel überdenken. Sagen Sie doch nicht dauernd: „Nehmt Rücksicht auf die Ängste. Die anderen Länder blocken und lassen keine Flüchtlinge mehr herein, deshalb dürfen wir auch keine mehr aufnehmen.“

Ich kenne etliche Flüchtlinge, und ich meine aufgrund vielfältiger Erfahrungen, dass die weit überlegene Zahl der Asylbewerber aus Furcht um Leib und Leben geflüchtet ist. Es ist die moralische Pflicht des christlich europäischen Abendlandes, diesen Leuten in ihrer Not zu helfen.

Die Europäische Gemeinschaft ist so ein reiches Land, da muss es möglich sein, die Flüchtlingsfrage menschlich zu handhaben. Alleine durch unsere Wirtschaftskraft haben wir das Potenzial, auf dem bisherigen Weg weiter zu machen, unabhängig von so manch ausländischer Blockadehaltung. Aber dennoch ist unsere Politik gefordert, in dieser Sache unseren Einfluss in Europa noch bestimmter zu vertreten.

Alfred May

 

 

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