Volltextsuche über das Angebot:

25 ° / 9 ° heiter

Navigation:
Ausflug nach Wiedensahl mit glücklichem Ende

Zur Berichterstattung über die Wilhelm-Busch-Tage Ausflug nach Wiedensahl mit glücklichem Ende

Fröhlich, am 3. September, zu den Wilhelm-Busch-Tagen
fuhr ich mit dem RE nach Stadthagen.
Wollte weiter nach Wiedensahl,
ahnt‘ nicht zukünft’ge Seelenqual;
denn vergeblich und mir zum Verdruss
wartete ich in Stadthagen auf den Shuttlebus,
dieser war mir telefonisch angekündigt.
Wer hat sich da versündigt?

Im Großraumtaxi ging es weiter,
für meinen Geldbeutel war das nicht heiter.
Am Geburtshaus in Wiedensahl angekommen,
hab‘ ich viel Ruhe vernommen.
Die Straße des Hufendorfes geteert,
war von Bewohnern ganz entleert.
Ausgestattet mit Faltblatt, Lupe, Kamera
nahm ich angezeigte Sehenswürdigkeiten wahr.
Das Laufen, Schauen und Verweilen war gesund.
Fotografierend, studierend entdeckt‘ ich manchen Fund:
Äpfel, schön gehäuft, lagen auf dem Feld.
Wer hatte sie da hingestellt?
Zu Wilhelm Buschs Zeiten
würde man Apfelmus daraus bereiten.
Doch heute geht’s in den Supermarkt,
wo ‚s Mus aus den Regalen ragt.
So wanderte ich stundenlang,
eingetrübter Himmel macht mich bang.
Doch immer wieder blitzt hindurch die Sonne,
und ich genoss mein Vesper mit Wonne.
Bänke gibt’s im Ort viel zum Ruh’n,
doch was muss Wiedensahl noch tun,
damit Tourismus kommt und sieht,
wo einst der Maler Busch in Ekstase geriet?
Im „Busch-Keller“ gab’s Schokolade, auch Kaffee und Kuchen,
eine nette Bedienung musste man nicht suchen.
Freundlich und flink war sie zur Stelle.
Das Café mit Ahnengalerie eine Inspirationsquelle.
Ebenso das Pfarrwitwenhaus, wo Busch Geschichten schuf.
Verstreut über die Welt hat der Künstler einen Ruf.
Davon konnt im Geburtshaus ich mich überzeugen
und Werke dreier Brasilianer beäugen.
In den Museen ich erklärende, freundliche Menschen fand,
sie möchte ich grüßen, ihre Namen blieben mir unbekannt.
So ging ein Tag erfüllt von Wilhelm Busch zu Ende
und nahm eine überaus glückliche Wende.
Konstanze Schiedeck
Göttingen

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben