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Bevölkerung keine Alternativlosigkeit vorgaukeln

Zum Artikel „Zwölf Häuser auf 7000 Quadratmetern“ vom 4. März. Bevölkerung keine Alternativlosigkeit vorgaukeln

Mit ihren jüngsten Presseverlautbarungen haben die Initiatoren des Mehrgenerationenhauses ihr Schreckensszenario für die Hofwiesen Gestalt annehmen lassen.

Zwölf dreigeschossige Häuser, dazu Carports, Parkplätze und eine komplett neue Straße – nun kann sich die Öffentlichkeit sehr plastisch ausmalen, wie viel von den Hofwiesen nach einer solch rücksichtslosen Landschaftsfledderei übrig bleibt.
Ein „sehr soziales Projekt“ soll das sein? An drei Fingern kann man sich ausrechnen, welche wahren Interessen dahinter stecken, wenn bei der alles entscheidenden Frage der Finanzierung nur von einer ominösen „Investorengemeinschaft“ die Rede ist.
Und die Projektbetreiberin ist natürlich auch nur rein zufällig Mitarbeiterin der Sparkasse Schaumburg und dort ausgerechnet bei der Abteilung tätig, die für die Grundstücksvermarktung zuständig ist. Für wie blöd soll die Bückeburger Öffentlichkeit eigentlich verkauft werden?
Am unverschämtesten ist der von ihr in dem jüngsten Artikel erhobene Vorwurf, man stimme mit einer Ablehnung der Hofwiesenbebauung automatisch „gegen ein soziales Projekt“. Es ist die gleiche niederträchtige Argumentationsweise, mit der vor 18 Jahren den Gegnern des Altersheim-Neubaus in den Hofwiesen unterstellt wurde, sie seien „gegen alte Menschen“. Wer so argumentiert, hat sich für eine sachliche Diskussion bereits disqualifiziert.
Nein, Frau Tarbiat-Wünsch, nicht wir Bückeburger Bürger sind unsozial, wenn wir Landschaft, Umwelt, Natur und die grüne Lunge unserer Stadt bewahren wollen. Unsozial ist es vielmehr, der breiten Öffentlichkeit eine Alternativlosigkeit dieses Bauplatzes vorzugaukeln, um eine so einmalige Landschaft wie die Hofwiesen unwiederbringlich zu zerstören.
Tanja Kater
Bückeburg

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