Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Brauche meine Nerven für Wichtigeres

Zum Bericht „Bußgeld trotz Behinderung“ vom 21. März. Brauche meine Nerven für Wichtigeres

Ich bin zu 100 Prozent schwerbehindert, mit dem Merkzeichen aG und parkte am 3. Dezember 2014 im Bereich Enge Straße. Mein Schwerbehindertenausweis lag gut sichtbar hinter der Windschutzscheibe, wobei etwa zwei Zentimeter des unteren Bereiches durch die Lüftung nicht komplett lesbar waren.

 Es war jedoch klar zu erkennen, dass hier der amtliche Parkausweis eines Schwerbehinderten lag. Trotzdem erhielt ich ein Verwarngeld über 10 Euro mit dem Vermerk „Die Ausnahmegenehmigung lag nicht lesbar aus“. Ich teilte der Stadt mit, dass ich das Verwarngeld nicht zahlen werde, da es keine Veranlassung dafür gab. Als Antwort erhielt ich, dass die Mitarbeiterin der Stadt sich gründlich vergewissert hat und ich um eine Zahlung nicht herumkomme.

 Ja Herr Theiß, so ist die Lage zwischen Theorie und Praxis. Vielleicht sollten Sie Ihren Mitarbeitern die Anweisung geben, etwas genauer hinzuschauen und ihr Augenmerk auf die Autofahrer zu richten, die unberechtigt diese Parkplätze einnehmen. Im Übrigen habe ich mein Bußgeld gezahlt. Meine Nerven benötige ich, um trotz meiner Behinderung ein selbstbestimmtes Leben zu führen und nicht, um mich mit irgendwelchen Bürokraten auseinanderzusetzen.
Ursel Köck
Lauenau
Anm. der Redaktion: Auf Veranlassung von Bürgermeister Oliver Theiß hat die Stadt den Verwarngeldbescheid gegen die Eheleute Simon inzwischen zurückgenommen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben