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Bundesweit ausgebootet

Zum Artikel „Wohnprojekt geplatzt“ vom 22. Juli Bundesweit ausgebootet

Ich vertrete eine Gruppe von Eltern aus NRW, deren erwachsene Söhne und Töchter schwerstmehrfach behindert sind. Seit längerer Zeit versuchen wir, eine Wohngemeinschaft ins Leben zu rufen, genau wie die Eltern aus dem obigen Artikel. Wir stehen jetzt vor genau der gleichen Situation.

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Eine Betreuung in einer Wohngemeinschaft für Menschen mit intensivem Betreuungsbedarf und hoher Pflegestufe scheint nach dem Bundesteilhabegesetz und Pflegestärkungsgesetz 3 nicht möglich zu sein. Offensichtlich ist ein Wunsch- und Wahlrecht für diese Gruppe nicht gewollt. Sie sind ohne Lobby, vergessen von der Politik.

Letzte Woche besuchten wir eine Veranstaltung in Aachen, in der Uwe Schummer, CDU-Bundestagsmitglied und stellvertretender Vorsitzender der Bundeslebenshilfe, sagte, dass in Wohngemeinschaften die Betreuung von Menschen mit intensivem Betreuungsbedarf und hoher Pflegestufe finanziert werden würde. Teilhabeleistungen und volle Pflegesachleistungen seien miteinander zu kombinieren. Dafür hätte sich die Lebenshilfe schließlich eingesetzt.

Dass das nicht stimmt, müssen jetzt diese Eltern erfahren, und wir werden es auch erfahren müssen. Ganz unbemerkt wird es für schwerstmehrfachbehinderte Menschen wieder nur die Einbahnstraße Heim geben. Keiner hat's gemerkt, keinen interessiert es. Heim statt Daheim wird es für unsere Kinder heißen, wenn wir nicht bundesweit unsere Stimme erheben. Unsere Kinder haben keine Lobby. Wir Eltern müssen uns wehren.

Von Susanne von Eßen aus Alsdorf

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