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Das Zentrum der Welt

Zum Bericht „Freude in der Feldmark: ,Endlich geht es los“‘ Das Zentrum der Welt

Als Kind habe ich geglaubt, unser kleines Tallensen sei das Zentrum der Welt. Heute bin ich 47 Jahre alt und habe gelernt, dass das nicht ganz richtig ist. Natürlich ist Tallensen kein Zentrum und schon gar nicht das Zentrum der Welt.

Mit der Gemeinde Vehlen verhält sich das ganz anders, denn Vehlen ist inzwischen zum Mittelpunkt von Schaumburg geworden. Also sehr bedeutungsvoll. Da kann man als Politiker sehr selbstbewusst auftreten und ruhig diese Querulanten der Bürgerinitiative mal etwas maßregeln. Diese ungehörige Einmischung von Außenstehenden in die Angelegenheiten der Gemeinde Vehlen wird gar nicht gern gesehen. Denen muss man doch den Mund verbieten, diesen Querulanten.
Vehlener Angelegenheiten? Upps, wurde hier nicht ein Klinikum für alle Schaumburger geplant?

Ich denke das Klinikum ist keine Vehlener Angelegenheit und alle Schaumburger Bürger haben das Recht sich zu der Planung und vor allem zur Standortfrage zu äußern.

Gerade und erstrecht, weil die Planer (Manager und Beamte) weder die Bevölkerung noch die Ärzteschaft und schon gar nicht die Belegschaft in die Planung einbezogen haben.

Der erste grobe Fehler betrifft die Standortfindung. Dafür wurden Radien um die Einzugsgebiete der drei bestehenden Krankenhäuser gezogen und daraus der Bereich Obernkirchen als Mittelpunkt des Landkreises definiert. Weil Bad Nenndorf bedauerlicherweise kein Klinikum hat, wurde der große Ballungsraum Bad Nenndorf/Rodenberg einfach nicht berücksichtigt.

Natürlich freut sich jeder Kranke, wenn die ärztliche Versorgung direkt vor der Haustür liegt.
Die Bürger im Nordkreis werden von einer guten Krankenhausversorgung aber regelrecht abgeschnitten und das obwohl es in der Region seit Jahren die größten Zuwächse bei den Einwohnerzahlen gibt.

Der BI geht es im Grundsatz um den Erhalt einer gewachsenen, naturnahen Kulturlandschaft und um die Einhaltung geltenden Rechts. Bei der Planung des Klinikums wurde das Raumordnungsprogramm von den Beamten des Landkreises vor allem nach den Wünschen der „proDiako“ ausgelegt.
Ein Klinikum dieser Größenordnung hat auf dem Dorf nichts zu suchen sondern gehört in ein Mittelzentrum, wie Stadthagen es ist. Die Schaffung der erforderlichen Infrastruktur kommt dem Steuerzahler teuer zu stehen. Aber für Schaumburger SPD Politiker ist das alles nur „Peanuts“.
Das ist meine Meinung und die Zeit wird zeigen, wer Recht gehabt hat.

Die Argumente der Manager sind nach wie vor nicht überzeugend, da hilft auch keine Schönrederei.
Statt vorausschauend mit Blick auf die Zukunft eine ausgewogene Planung durchzuführen, um für Schaumburg eine gute Krankenhausversorgung sicherzustellen, werden die Interessen einzelner Politiker und der „Diakonielobby“ befriedigt.

Die Demonstration einiger weniger Klinikbefürworter macht zwei Dinge deutlich. Zum einen haben die Befürworter noch immer nicht verstanden worum es der BI eigentlich geht und zum anderen wurde durch das Missmanagement bei der Planung jetzt erreicht, dass Bürger und Patienten verunsichert sind.
Zum Schluss möchte ich noch klarstellen, dass durch die Aktivitäten der BI bislang keine Terminverzögerung verursacht wurde. Die Verantwortung dafür liegt ganz allein bei den verantwortlichen proDiako „Managern“ und den Beamten des Landkreises (einschließlich einiger bereits im Ruhestand befindlicher Personen).
Zu gutgläubig hat der Landkreis auf das falsche Pferd gesetzt bis die Finanzmisere der „proDiako“ nicht mehr zu verheimlichen war und ein „starker Partner“ ins Boot geholt werden musste.

Das und nichts anderes ist der wirkliche Grund für die Verzögerung des Projektes „Klinikum Schaumburg“.

Thomas Knickmeier, Tallensen

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