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Das schleppende Geschäft mit den E-Autos: Eine reine Kostenfrage

Zum Artikel ,,Das Geschäft mit E-Autos kommt nicht in Schwung“ vom 3. Dezember Das schleppende Geschäft mit den E-Autos: Eine reine Kostenfrage

In dem Artikel über das Geschäft mit dem nicht so recht in Schwung kommenden E-Auto sind eine ganze Reihe von hinderlichen Faktoren benannt worden.

Der wahre Grund für das schleppende Geschäft mit den E-Autos: Die Autoindustrie, ganz speziell die deutsche, hat bei der Entwicklung und Vermarktung des E-Autos mit großen, preistreibenden Problemen zu kämpfen. Da gilt es erstens, den Ottomotor beziehungsweise den Dieselmotor durch die hoch dotierten Entwicklungsingenieure aus dem geplanten neuen E-Auto herauszukonstruieren. Da muss zweitens dieses mit aufwendigen Ölwechseln behaftete Aggregat zwingend dem umkonstruierenden Rotstift geopfert werden.

Denn so ein kompliziertes teures Getriebe ist nun einmal beim E-Auto völlig überflüssig. So wie drittens der hinwegzukonstruierende Schaltknüppel oder das Automatikgetriebe. Dann sind wir schon beim vierten überflüssig werdenden Bauteil: dem lästigen Kupplungspedal, welches beim E-Auto überhaupt nicht vorhanden ist.

Hinzu kommt, dass beim Halt vor der Ampel oder im Stau kein einziger Tropfen Sprit verbraucht wird. Für Mineralölkonzerne das nackte Grausen. Dann gilt es, weitere Aggregate aus dem E-Auto sehr aufwendig herauszukonstruieren: Lichtmaschine, Batterie, Zünd- und Autoelektrik, Benzintank, Kat samt Schalldämpfer und Auspuffrohren. Bis endlich die entkernte leere Fahrgastzelle des Serienmodells auf vier Rädern dasteht.

Alle diese unter größten Anstrengungen herauskonstruierten Aggregate sind selbstverständlich als „entgangener Gewinn“ auf den Leer-Preis des jetzt neu zu entwickelnden E-Autos aufzuschlagen.

Dann erfolgt die Umwandlung in ein E-Auto, indem ein Satz der immer günstiger einzukaufenden Batterien in den Boden gelegt wird. Dazu kommen ein preiswert herzustellender Großserien-Elektromotor und die Bord-Steuerelektronik – sehr preiswert in Fernost einzukaufen. Dann erhält das E-Auto – unter dem Tankdeckel – noch eine Steckdose für den 220 V-Anschluss in der eigenen Garage- oder der öffentlichen Ladesäule.

Da summieren sich die Kosten für ein E-Auto auf fast den doppelten Preis eines Benziners, denn auch die unzählig ausgestrahlten teuren Fernseh-Werbespots fürs Elektroauto, sowie – nicht zu vergessen – die Manager-Boni, schlagen beim Zustandekommen des Einführungspreises zu Buche. Als Verkaufsblocker.

Dieter Störig, Bad Eilsen

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