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Der SPD fehlen glaubwürdige Kandidaten

Zu dem Bericht „Eindeutige Entscheidung für Marja-Liisa Völlers “ vom 25. Juni. Der SPD fehlen glaubwürdige Kandidaten

Die Methode, den angeblichen politischen Mangel der eigenen Partei und der Koalitionsregierung in Berlin, der ja die SPD geschäftsführend angehört, also das eigene politische Defizit den Wählern, als von ganz anderen verursacht und so als glaubhaften politischen Widerstand zu verkaufen, ist schon abenteuerlich.

Was Sigmar Gabriel und Andrea Nahles in Berlin nicht durchsetzen können, die politische Schwäche, wird zur rein verbalen Aufforderung, die Pläne im Keller zu lassen, an den CSU-Verkehrsminister umfunktioniert und auf allen Marktplätzen des Landes als bürgernahe Politik inszeniert. Von dem, was die beiden Bewerber für die Repräsentanz in Berlin qualifiziert, ist in dem Bericht nichts zu lesen.

Politische Angebote fehlen völlig. Ein prominenter und glaubwürdiger Kandidat, der den aus der politischen und persönlichen Verwüstung durch Sebastian Edathy entstandenen Scherbenhaufen kitten kann, fehlt. Die politisch Unschuldigen vom Land werden es auf der verbrannten Erde nicht richten. Die 700 000 Arbeitsplätze, die Andrea Nahles ihrer Arbeitsmarktpolitik zuschreibt, sind nicht dem Mindestlohn geschuldet, sondern ausschließlich der Zuwanderung von Unqualifizierten – ohne diese Menschen damit herabwürdigen zu wollen.

Die SPD hat mit geholfen, dass die Arbeitnehmerschaft in eine Dreiklassengesellschaft zerfallen ist.
Diejenigen, die nach dem Flächentarifvertrag entlohnt werden und damit privilegiert sind, die sogenannten Stammbelegschaften, die Leiharbeiter und Wanderarbeiter nach chinesischen Vorbild, für die die Zukunft immer erst in sechs Monaten beginnt und die modernen Sklaven, die als Selbstständige auf Basis von miserabel ausgestatteten Werkverträgen ihr Dasein fristen und vom Mindestlohn nur aus der Zeitung wissen. Und dann gibt es noch Journalisten, die die Halbwahrheiten und Inszenierungen unter das gemeine Volk tragen. Traurig! Ich glaube, das kann man besser machen.
Hans Ulrich Gräf
Bückeburg-Cammer

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