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Die Hoffnung stirbt zuletzt

Zu den Themen „Ein Jahr Bürgermeister Theiß“ und „Grünschnitt“. Die Hoffnung stirbt zuletzt

Nach einer Wahl interessiert mich nur eines: Welche Ideen und konkreten Vorschläge zur weiteren Entwicklung der Stadt bringt die ins Amt gekommene Person in die kommunale Diskussion ein?

Unter diesem Blickwinkel ist nach einem Jahr Amtszeit des neuen Bürgermeisters Theiß festzustellen, dass leider keine fundierten Gedanken, nicht einmal Ansätze davon, für die notwendigen Entscheidungen zur wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Stadtentwicklung vor dem Hintergrund der aller Wahrscheinlichkeit nach schwieriger werdenden Haushaltslage öffentlich vorgestellt worden sind.
Darüber hinaus habe ich mit Besorgnis festgestellt, dass der Bürgermeister in der Bäderfrage auch nach einem von CDU, SPD und Grünen mit großer Mehrheit gefassten Ratsbeschluss zum Bau eines Bewegungsbeckens weiterhin mit anderen politischen Vorstellungen zu diesem Problem durch die Gegend irrt, als hätte er (als Jurist) die Kommunalverfassung noch nicht verstanden.
Das Vorgehen von Theiß beim Thema „Bürgerpatenschaften“ zeigt meiner Ansicht nach darüber hinaus, dass er bisher nicht in der Lage ist, den Sachverstand seines Apparates im Rathaus zielgerichtet zur Planung und Umsetzung von Ideen einzusetzen. Bei seinem ersten Angang des Vorhabens haben laut Berichterstattung alle Mitglieder des zuständigen Fachausschusses die von ihm eingebrachte und offensichtlich miserabel vorbereitete Vorlage bestenfalls als „Ideenskizze“ akzeptieren wollen.
Zu meiner großen Verwunderung und zu meinem Erschrecken konnte der Bürgermeister nun auch auf der kürzlich abgehaltenen Bürgerversammlung zu diesem Thema laut Bericht der SN vom 5. November auf konkrete Anfragen interessierter Bürger wiederum nur mit unverbindlichen Allgemeinplätzen wie zum Beispiel „Wir werden in jedem Fall eine Lösung finden“ aufwarten.
Bei zielgerichteten Aufträgen an seine sachkundigen Verwaltungsmitarbeiter im Vorfeld solcher Termine wäre es meiner Erfahrung nach ein Leichtes gewesen, sich als Bürgermeister so fundiert vorzubereiten, dass man die meisten Anfragen sofort hätte beantworten können.
Mein Fazit: Zum Nachteil der Entwicklung Stadthagens macht sich in der bisherigen Amtsführung von Bürgermeister Theiß leider seine völlige Unerfahrenheit in der Kommunalpolitik sowie in der kompetenten und zielgerichteten Führung eines größeren Verwaltungsapparats bemerkbar.
Es bleibt nur die Hoffnung auf Besserung; denn die stirbt ja bekanntlich zuletzt.
Christian Meyer
Stadthagen

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