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Die Ideen müssen zählen

Unter anderem zum Artikel „Solarpark soll aufs Halden-Plateau“. Die Ideen müssen zählen

Als „Ideen gebender Stadthäger Bürger“, in den SN vom 23. Januar pointiert bezeichnet, könnte einem bange werden um die weitere Befassung der eigenen Idee in den Gremien der Stadt, legt man die Lektüre der Leserbriefe in der gleichen SN-Ausgabe zugrunde.

Ich sage bewusst könnte, nicht kann, denn meine Erfahrungen beim Ideengeben sind, was Rat und Bürgermeister der Stadt betrifft, ganz anders. Bürgermeister Theiß und ebenso die Informierten der Ratsfraktionen zeigten sich kooperativ und konstruktiv bei der Idee, einen Erneuerbaren Energien-Erlebnispark mit in ihre Planungen zu nehmen. Ich hatte das auch so erwartet und darf das sicher auch, denn „im Großen und Ganzen“ gibt es doch erkennbar seit vielen Jahren den Ausgleich zwischen den Interessen der Ratsgruppen und auf dieser Kompromisslinie auch überwiegend gemeinsame Beschlüsse aller Fraktionen – und das gilt auch für den jeweiligen Bürgermeister, ob er nun einer Partei angehört, oder nicht.
Ich gehe davon aus, dass dies nach wie vor und insbesondere für die wirklich viel größeren Themen gilt, wie etwa die Faurecia-Investition, für deren mögliche Realisierung zugunsten des Standorts Stadthagen unter dem alten Bürgermeister Bernd Hellmann attraktive Gewerbeflächen an der Industriestraße nicht nur ausgewiesen sondern bereits erworben wurden. Aber auch für die Ideen, die Jan-Philipp Beck im SN-Gespräch am 2. Januar vorgebracht hatte, sollte oder besser wird das gelten.
Dass Presse pointiert, ist das Salz im öffentlichen Diskurs – so auch die Titelgebung „SPD-Attacke“, obwohl Beck für die SPD/Grüne-Ratsmehrheit gesprochen hat. Dann in Leserbriefen nur diese pointierte Überschrift aufzugreifen und sich nicht mit den Inhalten zu befassen, fördert nur den Stil, der eigentlich überwunden werden sollte. Wenn man etwas Gutes für die und in der Stadt unternehmen will, bin ich mir sicher, wird dies von allen Seiten konstruktiv aufgenommen – von den Bürgern, vom Bürgermeister wie von den gestandenen Ratsmitgliedern. Und ich persönlich finde es auch nicht schlecht, wenn über deren Parteizugehörigkeit besser erkennbar ist, auf welchem Boden sie stehen – nicht mehr, aber auch nicht weniger. Die Idee muss zählen.
Jörg Janning
Stadthagen

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