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Die Kirche darf keine Ängste schüren

Zu den umstrittenen Äußerungen des Hohnhorster Pastors Gero Cochlovius. Die Kirche darf keine Ängste schüren

Auch wenn sich der Kirchenvorstand sowohl in der Presse als auch auf der Homepage der Martinsgemeinde Hohnhorst geschlossen hinter ihren Pastor Gero Cochlovius stellt und nach Entschuldigungen und Rechtfertigungen sucht, bleiben die wiederholten Aussagen stehen, Homosexualität sei eine Sünde.

Das ist befremdlich, und von einer weltoffenen und vielfältigen Gemeinde hätten wir klare Gegenpositionen innerhalb des Kirchenvorstandes erwartet.
 Inzwischen rückt Pastor Cochlovius davon ab, dass Homosexualität eine Krankheit sei. Trotzdem empfinden er und Mitglieder seiner Gemeinde dies als nicht normal, und sie wollen vor allem Schwule, Lesben und Transsexuelle von Kindern und Jugendlichen fernhalten. Wie sonst ist ihre Teilnahme an der „Demo für alle“ im Herbst 2014 zu erklären, bei der sie in aller Öffentlichkeit „gegen Schulaufklärung über sexuelle Vielfalt“ in Hannover auf die Straße gingen?!
 Wie die Jugendarbeit in einer solchen Kirchengemeinde aussieht, die sich ausdrücklich „engagierte und begeisterte ehrenamtliche Mitarbeiter“ wünscht – aber bitte keine Schwulen und Lesben –, mögen wir uns gar nicht vorstellen. Denn wiederholt wird von der Gemeinde versucht, Homosexuellen „Hilfe“ durch Gott anzubieten, damit sie ihr Leben umkrempeln und glückliche Heterosexuelle werden. Gerade in der Jugendarbeit hätte die Kirche die Aufgabe, wertfrei zu informieren und nicht zu diskriminieren.
 Homosexualität ist genauso wie Heterosexualität Privatsache und eine von vielen Lebensformen. Die Kirche darf hier keine Ängste schüren. Wovor haben Pastor Cochlovius und sein Kirchenvorstand Angst? Zum Schluss noch eine gute Nachricht: Homophobie ist heilbar!

Stefanie und Frank Wildhagen

Haste

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