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Durchhaltevermögen

Zu „Ausbildung auf der grünen Wiese“ vom 7. Februar Durchhaltevermögen

Der interessante Beitrag veranlasst mich dazu, meine Erfahrungen aus früheren Zeiten mit dem genannten „Schulimperium“ zu vermitteln.

Von April bis Oktober 1963 besuchte ich das „Techniker- und Werkmeister-Lehrinstitut Stadthagen“ und legte die Abschlussprüfung als Techniker und Werkmeister der Fachrichtung Maschinenbau in 15 Fächern und einer Technikerarbeit erfolgreich ab.
 Der Unterricht fand statt in einem Leichtbau in der Hüttenstraße. Die Studenten waren überwiegend Zeitsoldaten, die ihren Dienst beendet hatten. Ihnen wurde eine technische Ausbildung finanziert. Ich hatte mich als gelernter Maschinen-Schlosser zum Studium angemeldet. Zusammen mit einem Kollegen bewohnte ich zwei Zimmer im alten Bauernhaus der Familie Wente in der Nordstraße, neben der gleichnamigen Pudding-Fabrik. Hin und wieder wurde gefeiert. So auch das Schützenfest auf dem Festplatz. Das „Stadtgarten-Cafe“ war ein beliebter Treffpunkt. Eines Abends fand dort zwischen zwei Studenten eine Wette statt, wer am schnellsten in voller Kleidung den Teich durchschwimmen könnte.
 Am nächsten Tag war dieses Ereignis Tagesgespräch. Dozent Pfeiffer fragt in der Klasse, wer die Herren wären. Niemand antwortete. Da nieste jemand in der ersten Reihe. „Aha, die Herren verraten sich selbst.“
 Die Ausbildung war interessant und intensiv. Sie reichte vom hydraulischen Druckmittelpunkt in der Physik bis zum Cremona-Plan, der mit einem H6-Bleistift gezeichnet wurde, in der Statik. Man musste durchhalten, was nicht allen gelang.
Jochen Mextorf
Buxtehude

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