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Ein immer unangenehmerer Beigeschmack

Zum Thema Mehrgenerationenhaus in den Hofwiesen und zum Leserbrief von Frau Cornelia Eziuka. Ein immer unangenehmerer Beigeschmack

Mit dem dieser Tage erschienenen Leserbrief sollen offensichtlich Politik und Öffentlichkeit – aller unmissverständlichen Ablehnung zum Trotz – die Hofwiesen als Standort für ein Mehrgenerationenhaus doch noch einmal schmackhaft gemacht werden.

Die Leserbriefschreiberin bemüht dazu – genau wie zuvor die Vorsitzende des Betreibervereins– das erweislich falsche und leicht widerlegbare Argument des vermeintlichen Kostenvorteils. Ihr scheinen dabei entweder grundlegende Kenntnisse über den tatsächlichen Sachverhalt zu fehlen, oder sie versucht bewusst, ihre Leser zu täuschen. Es wurde nun wirklich oft genug darauf hingewiesen, dass das Hofwiesengelände unter Landschaftsschutz steht und zusätzlich zwei Ausgleichsmaßnahmen für andere Bebauungen darauf liegen.

Sollte dort allen Ernstes jemand bauen wollen, müsste dafür an anderer Stelle gleich dreifach Ausgleich geschaffen werden. Diese Kosten würde der Verein „Mehrgenerationenhaus Bückeburg e.V.“ selbst tragen müssen. Der Inhaber des Grundstücks und die öffentliche Hand werden das nämlich – wie öffentlich angekündigt – auf keinen Fall tun.

Ein Bau in den Hofwiesen wäre also für den Betreiberverein nicht etwa kostenlos, selbst wenn er die Fläche unentgeltlich zur Verfügung gestellt bekäme. Im Gegenteil: Es wäre – verglichen mit den zahlreich vorhandenen alternativen Standorten – die mit Abstand teuerste und in jeder Hinsicht sinnloseste Variante. Die Entscheidung der Politik, eine Bebauung der Hofwiesen nicht zuzulassen, schützt somit letztendlich sogar den Betreiberverein vor einem verhängnisvollen wirtschaftlichen Irrweg.

Wenn der Bau eines Mehrgenerationenhauses eine solche „Mammutaufgabe“ ist, wie die Leserbriefschreiberin formuliert, dann muss man sich fragen, wieso die dabei so wichtige Kostenfrage immer wieder derart falsch dargestellt wird.

Bei solcher Unterstützung braucht sich der Betreiberverein wirklich nicht zu wundern, dass sein Vorhaben in der öffentlichen Wahrnehmung einen immer fragwürdigeren und unangenehmeren Beigeschmack erhält.

Tanja Kater

Bückeburg

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