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Erfahrung der Händler berücksichtigen

Leserbrief / Wochenmarkt Erfahrung der Händler berücksichtigen

Zum Artikel „Wochenmarkt: Zoff geht weiter“ vom 18. Oktober:

Als Mitbegründer einiger Bauernmärkte in Hannover und Marktbeschicker mit Hausmacherwurst habe ich über zeh Jahre Erfahrungen mit und auf Wochenmärkten gemacht. Die Zerstückelung des Stadthäger Wochenmarktes halte ich für sehr unglücklich. Sie dient weder den Händlern und Marktbeschickern noch der Kundschaft. Laufende Standortveränderungen sind unzweckmäßig. Auch Supermärkte haben früher Waren immer wieder umpositioniert und die Erfahrung machen müssen, dass die Kunden ausbleiben, wenn sie nichts am gewohnten Ort wiederfinden. Genauso problematisch ist die Verschiebung einiger Händler von Markttag zu Markttag. Viele Kunden haben Probleme, ihre Stammlieferanten wiederzufinden und werden früher oder später den Wochenmarkt ganz meiden.

Auch eine Marktverlängerung bis 14 Uhr ist nicht angebracht, denn es wird in der letzten Marktstunde kaum noch Kundschaft geben. In der Mittagszeit lässt der Kundenstrom in der Regel stark nach. Und wer bis 12 Uhr nicht ausgeschlafen hat, der wird auch bis 14 Uhr nicht den Wochenmarkt besuchen. Außerdem sollte man auch bedenken, dass der Arbeitstag eines Marktbeschickers bereits um 5 Uhr oder früher beginnt und mit dem Abbau auf dem Stadthäger Marktplatz noch lange nicht beendet ist. Mit Rückfahrt und Entladung sind 10 Stunden Arbeitszeit bereits jetzt schnell überschritten.

Als ehemaliger Marktbeschicker kann ich nur empfehlen, die Interessen und Erfahrungen der Händler stärker zu berücksichtigen. Der Wochenmarkt sollte wieder ein geschlossenes Bild bieten, nicht ständigen Veränderungen der Platzierungen unterworfen werden und auch nicht verlängert werden.

Heinrich Struckmeier, Stadthagen

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