Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 4 ° wolkig

Navigation:
Gemeinsam Lösungen suchen

Zm Artikel Schmerzhafte „Spiele“ vom 11. Dezember Gemeinsam Lösungen suchen

Der Artikel zu den Ereignissen an der Grundschule Am Sonnenbrink hat uns betroffen gemacht – zum Einen wegen der geschilderten Übergriffe an Schülern in einem Alter, in welchem der Spaß an der Schule ein Wegbereiter für den zukünftigen Erfolg sein sollte. Zum Anderen, weil die Schulleiterin und die Lehrerschaft als Fakten-negierend, hilflos und untätig dargestellt wurden. Unser Sohn hat eben diese Schule im Sommer dieses Jahres nach der vierten Klasse verlassen und kann Einzelfälle – wenn auch nicht in der geschilderten Quantität und Intensität – bestätigen.

In diesen Fällen hat uns teilweise die Untätigkeit und, viel schwerwiegender, der Unwillen der Eltern zur Unterstützung der Lehrer und zur Übernahme von Verantwortung für die teilweise gewalttätigen Handlungen ihrer Kinder schockiert. Vielfach erschien es uns so, als werde der Erziehungsauftrag vom Elternhaus zur Schule verlagert und selbstredend auch eingefordert.

Wir können aus eigener Erfahrung nur berichten, dass sowohl von der zuständigen Klassenlehrerin als auch von der Schulleiterin umgehend alle zur Verfügung stehenden Maßnahmen ergriffen wurden, um eine Wiederholung der Ereignisse zu vermeiden und – zumeist mit Erfolg – erzieherisch auf das verhaltensauffällige Kind einzuwirken. Und dieses aus unserer Erfahrung immer kompetent, persönlich hochengagiert und, soweit machbar, in Abstimmung mit den Eltern.

Schulen mit einem sozial kritischen Einzugsgebiet stellen aufgrund der unterschiedlichen sprachlichen und soziokulturellen Voraussetzungen der Schüler hohe Anforderungen an die Lehrer und sind deshalb auf den Dialog mit den Eltern und deren Unterstützung angewiesen. Hier sind meines Erachtens auch jene Eltern gefragt, welche ihre Kinder ausschließlich als Opfer der vorgefundenen Umstände verstehen. Wir können nur anraten, gemeinsam mit der Lehrerschaft Lösungen zu erarbeiten.

Unser Sohn ist gerne zur Schule Am Sonnenbrink gegangen, hat von der multikulturellen Ausprägung seiner Klasse nachhaltig profitiert und wurde nach unserer Einschätzung auch sehr gut für den Besuch einer weiterführenden Schule vorbereitet. Wir haben dabei die individuelle Förderung unseres Sohnes, den persönlichen Einsatz und die Kommunikationsbereitschaft der Klassenlehrerin und der Schulleiterin sehr zu schätzen gewusst.

Marlen Hillner & Frank Rehse
Stadthagen

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben