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Irritiert von Kritik an Spielgeräten

Zum Artikel „Ärger im Paradies“ vom 13. Oktober Irritiert von Kritik an Spielgeräten

Mit großem Schrecken habe ich den Artikel „Ärger im Paradies“ gelesen. Ich frage mich, wie es sein kann, dass einer vereinzelten elterlichen Meinung ein so großer Spielraum eingeräumt werden kann.

Denn Elternvertreterin zu sein, heißt nichts anderes, als dass Frau Olbrisch, wenn es hoch kommt, für die Elternschaft einer Klasse sprechen darf. Also ist sie schon gar nicht legitimiert, für die Elternschaft der Berlin-Schule zu sprechen, zu der auch ich gehöre.

Des Weiteren enthält die Darstellung von Frau Olbrisch mehrere faktische Fehler. Insbesondere betrifft das die Aussage, dass die Elternschaft bei der Planung des neuen Schulhofes außen vor gelassen worden sein soll. Denn ohne Elternschaft wäre die Umsetzung dieses wunderschönen Schulhofes gar nicht möglich gewesen. Sponsor des neuen Schulhofes war der Förderverein der Berlin-Schule, der einzig und allein aus Eltern besteht. Aber nicht nur finanziell wurde der Bau des neuen Schulhofes unterstützt. Auch viele elterliche Arbeitsstunden stecken in der Umsetzung. So wurden die nun auf dem Schulhof vorhandenen Holzhäuschen allein durch elterliche Arbeitskraft hergestellt, was auch auf den Aufbau vieler anderer Spielgeräten zutrifft.

Viele Mütter und Väter opferten ihre sicherlich rare Freizeit, um den Schulhof für ihre Kinder fertigzustellen. Dabei erhielten diese Eltern durchgängig nur positives Feedback. Denn was haben unsere Kinder denn vor der Umgestaltung des Schulhofes in den Pausen vorgefunden? Eine asphaltierte Fläche, die mehr als nur einmal zu Verletzungen führte. Um das Gefahrenpotenzial der neuen Spielgeräte abzuschätzen, müssen diese zurecht von den dafür zuständigen Stellen abgenommen werden. Und dies ist erfolgt. Als ehemalige Lehrerin an dieser Schule weiß ich auch, dass grade bei einem Mangel an Spielangeboten das Aggressionsrisiko unter den Schülern steigt. Die neuen Spielgeräte für Aggressionen verantwortlich zu machen, ist meines Erachtens nach mehr als fragwürdig. Außerdem frage ich mich, auf welcher Basis dies Frau Olbrisch beurteilen kann.

Auch die Äußerung bezüglich der Diskriminierung von Mädchen irritiert mich sehr. Zunächst einmal erschreckt es mich, in welchen altmodischen Kategorien diese Elternvertreterin denkt. Zum anderen denke ich, dass der neue Schulhof für jeden etwas zu bieten hat. Dabei kommen auch die Mädchen nicht zu kurz.

Zusammenfassend bin ich also der Meinung, dass es sich bei der Darstellung Frau Olbrischs um eine Einzelmeinung handelt, der nicht soviel Spielraum hätte eingeräumt werden dürfen, beziehungsweise die durch andere Elternmeinungen verifiziert hätte werden müssen.
Jasmin Bahe
Bad Nenndorf

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