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Kreisel hält Raser nicht auf

Zu dem Bericht „Verkehrssituation macht Sorgen“ vom 11. März. Kreisel hält Raser nicht auf

Am 10. März wurde während der Ratssitzung über den Ausbau eines Radweges und der Ausgestaltung der Kreuzung Dorfstraße/Hauptstraße in Südhorsten beraten. Dabei wurde auch von den zahlreich anwesenden Einwohnern vehement ein Kreisel in diesem Bereich gefordert, um den Verkehr hier zu verlangsamen, Beinahe-Unfälle zu vermeiden, und die Wegesicherheit für Schulkinder zu erhöhen.

Wir stimmen zu, dass sich auf dem Abschnitt Hauptstraße in Südhorsten eine hohe Anzahl von Autofahrern nicht an die vorgeschriebene innerörtliche Geschwindigkeit halten. Da Schulkinder diese Straße überqueren müssen, um an die Bushaltestelle zu gelangen, sollte hier eine Verkehrsberuhigung im Zuge der Baumaßnahme des Radweges zwischen Kirchhorsten und Südhorsten ermöglicht werden.

 Deshalb wurde dieses Thema bereits im vergangenen Sommer in einer Bauausschusssitzung das erste Mal erörtert – unter Hinzunahme von unter anderem Herrn Meyer von der Straßenbauverwaltung in Hameln. Bereits bei dieser ersten Besprechung wurde von dieser Stelle mitgeteilt, dass diese Kreuzung weder ein Unfallschwerpunkt darstellt und ein Kreisel verkehrstechnisch nicht erforderlich ist.

 Ein Kreisel bei zwei aufeinandertreffenden stark frequentierten Hauptverkehrsstraßen ist eine sehr gute Lösung. In diesem Fall wird aber nur die Hauptstraße deutlich mehr frequentiert und – wie bereits oben ausgeführt – auch mit häufig deutlich höherer Geschwindigkeit als die Dorfstraße. Autofahrer haben an jeder Stelle dieser Kreuzung einen guten Blick zu allen Seiten, sodass ein Abbiegen hier nicht gefährlicher ist als anderswo. Zum Vergleich sehen wir die T-Kreuzung im Bereich des Alten Kruges in Kirchhorsten als deutlich schlechter ein.

 Bei der jetzigen Planung ist an beiden Ortseingängen eine Querungshilfe vorgesehen. Durch diese bauliche Maßnahme wird der Ortseingang deutlicher gemacht und die Autofahrer in ihrem Tempo abgebremst. Wenn nun argumentiert wird, dass nur mit dem geforderten Kreisel die Raserei ein Ende hat, stimmt das in der Konsequenz nicht. Denn eine Reduzierung der Durchfahrgeschwindigkeit wäre dann nur in eine Richtung gegeben. Lediglich die Autofahrer aus Richtung Gelldorf würden durch das Durchfahren des Kreisels ihre Geschwindigkeit wahrscheinlich reduzieren.

 Und was ist dann mit den Autofahrern aus Kirchhorsten kommend? Hier reicht doch nur eine Querungshilfe, um das Tempo zu reduzieren? Das Argument, dass nur mit dem Kreisel die Raserei auf der Hauptstraße ein Ende hat, ist somit nicht stichhaltig. Sogenannte potenzielle Raser wird man im Übrigen mit keiner baulichen Maßnahme ausbremsen können.

 Zum Schluss noch ein Wort zum Geld: Wenn wir einen Kreisel als erforderlich sehen würden, würde der Bau sicherlich nicht am Geld scheitern, was der Bürgermeister Manfred Kesselring auch bereits in der letzten Gemeinderatssitzung ausführte. So sind wir aber als Ratsmitglieder auch angehalten, nur angemessene Maßnahmen umzusetzen und somit sorgsam mit den Steuergeldern umzugehen.

Sylvia Blume und Kerstin Reichau,

SPD-Ratsmitglieder der Gemeinde Helpsen

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