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Mehrgenerationenhaus – nicht in den Hofwiesen

Zum Artikel „Zwölf Häuser auf 7000 Quadratmetern“ vom 4. März. Mehrgenerationenhaus – nicht in den Hofwiesen

Die Nachricht, dass neben dem Gymnasium Adolfinum ein Mehrgenerationenhaus geplant ist, ist für mich wie ein Schlag ins Gesicht.

Wieder soll ein Stück Natur dem    irrsinnigen Denken einiger Planer geopfert worden. Gerade dort, wo man in wenigen Minuten die Natur pur zur Erholung und Ruhe finden kann, soll wieder Unmengen Beton vergossen werden. Der schöne Blick auf die Pferdewiese mit den Pferden soll verschwinden.    
Ist in den vergangenen Jahren nicht genug Natur durch ungezügelte Bebauung geopfert worden? Darf ich beispielsweise an die massive Bodenversiegelung gleich hinter der Stadtkirche mit drei Häuserblöcken auf engstem Raum erinnern, oder an die Zerstörung des Erholungsgebietes in der Vehler Feldmark mit der Errichtung des Krankenhauses und so weiter.
Wie Frau Mengel in ihrem Leserbrief richtig wiedergegeben hat, war fast 18 Jahre Ruhe mit dem Versuch der Bebauung in den Hofwiesen. Jetzt wird wieder der Nächste unternommen, daran zu rütteln oder ist es ein Test zu erfahren, wie die Allgemeinheit darauf reagiert?    
Ich kann nur hoffen, dass die Vertreter der Stadt Bückeburg sehr genau prüfen, welche Flächen    geeigneter erscheinen, um eventuell die Herausnahme aus dem Landschaftsschutzgebiet zu verhindern. Die Argumente von Frau Tarbiat-Wünsch, dass es keine anderen Flächen gibt, können nicht greifen. Zumindest wäre der Bau eines Mehrgenerationenhauses auf dem    Gelände der Jägerkaserne sehr geeignet, auch wenn dieses frühestens 2021 zur Verfügung stehen würde. Dann wartet man eben so lange. Manche Entscheidungen der Politik dauern Jahrzehnte. Zum Schluss möchte ich meine Verwunderung zum Ausdruck bringen, dass sich Fürst Alexander zu Schaumburg-Lippe für dieses Projekt gleich neben seinem Schloss so engagiert. Dass das Areal dann auch noch unentgeltlich zur Verfügung gestellt werden soll, ist der Gipfel.
Die natürlichen Flächen sollten auch für die nachfolgenden Generationen so erhalten bleiben, wie es von ihren Vorgängern geplant war. Wirtschaftliche Interessen stehen leider wie fast immer im Vordergrund. Das bedauere ich sehr.
Joachim Voigt
Ahnsen

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