Volltextsuche über das Angebot:

18 ° / 13 ° Regenschauer

Navigation:
Mischwerk: Weitere Messungen erforderlich

Zum Artikel „Behörde erteilt Auflagen für Asphaltmischwerk“ vom 11. August. Mischwerk: Weitere Messungen erforderlich

Es scheint ja nun so zu sein, dass bezüglich der Wasserbilanz die Wasserbehörde des Landkreises alles im Griff und geregelt hat. Insoweit ist das Zitat „... es sei primär wichtig, dass kein Wasser mehr unkontrolliert vom Gelände fließt.“ (BI-Vorstand in den SN) nachvollziehbar – wenngleich überraschend: Wenn kein Wasser mehr unbehandelt das Betriebsgelände verlässt und alle Schadstoffe betriebszuständig zurückgehalten werden, dann ist ja alles in Ordnung bei Fa. Ahrens (also wie bei jeder beliebigen Tankstelle in Stadthagen) und Jan-Philipp Becks Forderung nach enger Kontrolle dieses Betriebes könnte sich erübrigen.

Etwas schräg– auch in der nachvollziehbaren Besorgnislogik der BI – ist aber der Teil: Weitere „Messungen sowie deren Mutmaßungen über die Ursache der Schadstoffbelastung helfen aktuell nicht weiter“ (ein weiteres BI Mitglied in den SN).
Die Schadstoffe sind doch von der BI eindeutig der Fa. Ahrens zugeschrieben worden. Und wenn es sie mit zig-tausendfacher Überschreitung von Grenzwerten gibt, so gelangen sie doch wohl über den angelieferten Schotter auf das Betriebsgelände und verbleiben dort auch nach der Schotterverarbeitung, denn mit dem Verdunsten von Wasser bei der Berieselung mit (belastetem) Betriebswasser geht zwar das Wasser in die Luft, die Schadstoffe aber bleiben zurück auf dem berieselten Schüttgut und werden immer mehr, wenn sie nicht abgeführt werden. Jetzt müssen klare Stoffbilanzmessungen (durch die Gewerbeaufsicht?) dargelegt und An- und Abfuhr von Schadstoffen kontrolliert werden. Jan Philipp Beck hat also recht, wenn er weitere Messungen fordert – auch und nicht zuletzt zum Schutz der 45 ArbeitnehmerInnen, die dort arbeiten.
Jörg Janning,
Bürgervertreter im Planungs- und Bauausschuss der Stadt Stadthagen

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben