Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Nicht attackieren, sondern an Lösung mitwirken

Zum Artikel „Debatte um Freibad wird immer schriller“ vom 29. Januar. Nicht attackieren, sondern an Lösung mitwirken

Der von der WIR/FDP-Gruppe entfachte Streit um die Weiterentwicklung des Tropicana nimmt einen immer unwürdigeren Verlauf. Sollte es nicht im Mittelpunkt stehen, den Bürgerwillen, sprich ein Bewegungsbecken und ein Freibad, umzusetzen?

Leider scheint die WIR/FDP-Gruppe ein anderes Verständnis zu haben. Diese Ratsgruppe attackiert in unsachlicher und heftiger Tonlage Ratskollegen und ehrenamtlich aktive Bürger, die sich für die Gründung eines Fördervereins einsetzen. Dies ist unsäglich und fördert die Politikverdrossenheit. WIR/FDP sollten lieber ihre Kraft für die Konzeptentwicklung zur Umsetzung des Bürgerwillens einsetzen!
 Einen verantwortungsbewussten Weg hat die SPD vorgestellt. Diese verspricht dem Bürger auch nicht Bewegungsbecken und Freibad auf einmal, sondern zeigt einen Stufenplan auf. Erst die Umsetzung des Bewegungsbeckens, dann bis 2021 das Freibad. Dies ist angesichts der gegenwärtigen Finanzlage der Stadt richtig. Dass Grüne und CDU diesen Weg mitgehen, ist ebenfalls zu begrüßen. Beide Becken konfrontativ gegenüberzustellen, ist nicht sinnvoll. Hierzu sind Zielrichtung und Kosten zu unterschiedlich. Ein Bewegungsbecken schafft ganzjährig den notwendigen Platz für Therapiekurse, Aqua-Kurse und Schwimmlernkurse für Kinder, für die es übrigens in Stadthagen extrem lange Wartezeiten gibt, und verursacht ein betriebliches Defizit von 13 000 Euro im ersten Jahr – Tendenz abschmelzend auf 8000 Euro. Hinzu kommen noch, wie Herr Kirchhöfer von den Wirtschaftsbetrieben anmerkt, die Zinsen für den aufzunehmenden Kredit. Dies ist zwar richtig, diese fallen aber auch bei jeder Investition durch eine Kreditaufnahme an.
 Zudem findet zeitgleich durch den Bau auch eine Wertsteigerung statt. Ein Freibad dient hingegen im Sommer der Freizeitattraktivität der Bürger und verursacht ein Defizit von etwa 150 000 bis 200 000 Euro. Rat und Stadtverwaltung sind gefordert, hier gemeinsam Konzepte zu entwickeln. Schade wäre es, wenn sich die Gruppe um Frau Thieler aufgrund der aggressiven Wortwahl dieser Ratsgruppe zurückziehen würde.

Dieter Hartwig
Stadthagen

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben