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Nicht immer rausreden

Zu dem Bericht „Abgefahren“ vom 27. Juli. Nicht immer rausreden

Lob an die SN! Dem Zustand des Fahrradwegenetzes in Stadthagen in regelmäßigen Abständen Aufmerksamkeit zu schenken und dies gleich über eine fast komplette Seite, verdient Anerkennung.

Alle Jahre wieder wird über das Radwegenetz und über ein zu erarbeitendes Konzept für Stadthagen berichtet. Bestehende Mängel werden aufgezeigt und dessen Ausbau beziehungsweise notwendige Verbesserungen angemahnt. Nur, es tut sich äußerst wenig bis gar nichts. Als Anwohner der Enzer Straße bin ich leidgeprüft – ob auf dem Weg zum Bahnhof, auf dem Weg in die Innenstadt oder als begeisterter Fahrradfahrer bei Touren in und um Stadthagen herum.
Welch’ ein Zufall, gerade am Tag des Erscheinens des Artikels hatte ich einen Beinaheunfall, in diesem Fall wegen mangelhafter Kennzeichnung des Kreuzungsbereiches des Fahrradweges an der Kreuzung Gubener Straße/Am Bahnhof. Und das war nicht der Erste.
Ich nehme dies zum Anlass, der Stadt Stadthagen konkrete Mängel – und ich nenne es Versagen der Verwaltung, insbesondere des Bauamtes – aufzuzeigen.
Alleine auf die Zuständigkeiten beim Landkreis, Land oder Bund zu verweisen, wie es Herr Hegemann gebetsmühlenartig tut, schlägt fehl. Die Verwaltung muss in ihrem Stadtgebiet notwendige Maßnahmen intensiver und vehementer, sofern auch andere Baulastträger gefordert sind und offensichtliche Gefahrenstellen existieren, einfordern und mit Nachdruck verfolgen.
Dringend ist, dass der Verlauf der Rad- und auch Fußgängerwege in Kreuzungsbereichen und einmündenden Straßen farblich gekennzeichnet wird. Dazu sollten die Verantwortlichen einmal in die umliegenden Gemeinden fahren (mit dem Fahrrad) und sich die konsequente Realisierung dort ansehen beziehungsweise darüber informieren.
Andere können es einfach besser als in Stadthagen. Ein wenig Farbe, damit auch die Autofahrer wissen, was sie erwartet, zum Beispiel am Ostring, kann eine Menge bewirken. Ab und zu muss die Farbe aber auch erneuert werden, gerade bei Verschwenkungen in der Radwegeführung. Natürlich reicht das Auftragen von Farbe für ein Gesamtkonzept nicht aus.
Also Herr Hegemann! Nicht immer rausreden, sondern mit offenen Augen durch das Stadtgebiet radeln oder gehen und handeln. In kleinen Schritten. Aber geschehen muss etwas, und zwar nicht nur im Osten der Stadt.

Karsten Heine
Stadthagen

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