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Oft stehen wirtschaftliche Interessen über dem Gemeinwohl

Zum Artikel „Wirtschaftlicher Selbstmord“ vom 1. November. Oft stehen wirtschaftliche Interessen über dem Gemeinwohl

Pläne für Wohnqualität in Stadthagen, das sind ja ehrenwerte Absichten, die Herr Hauß hat. Nun ja, beim ersten Gedanken denkt jeder: Was sollen die alten Buden da noch? Weg damit.

Was soll der Aufstand, Bruchbuden unter Denkmalschutz?

Doch halt! Schön, dass man heute aufpasst, was in unserer Stadt so los ist. Denn das Stadtbild sah mal viel liebenswerter aus. Da gab es nahe der Innenstadt eine historische Wassermühle, die nach Aussagen der Betroffenen ja unter Denkmalschutz stand. Erbaut 1652. Da durfte nichts verändert werden.  Um wettbewerbsfähig zu bleiben, waren Anträge auf Modernisierung gestellt. Abgelehnt. Da folgte die Aufgabe. Verkauf an die Stadt. Danach verkaufte die Stadt an ein privates Unternehmen (Kaufhaus), und der Abriss war doch möglich. Ein schöner Parkplatz ist jetzt zu bestaunen. Toll.

Auch andere Gebäude wie Apprath & Söhne oder Häuser an der Enzer Straße wichen Banken und Parkplätzen. Der Fortschritt war ja nicht mehr zu bremsen.
Ich bin froh, dass man wenigsten so tut, als ob aufgepasst wird, denn so richtig daran glauben will ich nicht. Wenn von Wohnqualität die Rede ist, gehört für mich neben dem Bestandschutz historischer Gebäude auch die Einhaltung des Lärmschutzes dazu. Das wird leider vonseiten der Stadt im Zusammenhang mit der Nutzung der Festhalle nicht eingehalten. Wirtschaftliche Interessen stehen über dem Gemeinwohl der Bürger.

Was ist uns wichtig? Dass historische Gebäude erhalten bleiben oder das Einzelnen der Profit garantiert wir? Wenn es um die Interessen der Stadt geht, wird rigoros gehandelt. Wo und in welcher Stadt ist es möglich, dass die gesetzlich garantierte Nachtruhe so ignoriert wird wie in Stadthagen. Um die Kassen der Festhalle zu füllen, werden alle Veranstaltungen angenommen. Ob mit oder ohne Lärmbelästigung.

Wir werden ja sehen, wie die Sache ausgeht. Im sogenannten Villenviertel Stadthagens hat man ja schon Fakten geschaffen: Bude weg und dann so ein schönes Haus hingestellt. Wer da sich nicht freut?
Gerhard Meier

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