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Ohne Mütze keine Tracht

Zum Artikel „Selten wächst das Teufelszeug“ vom 11. Juli. Ohne Mütze keine Tracht

 Vor fast zehn Jahren habe ich schon einmal eine Diskussion zum Thema „Führungen in historischer Tracht“ in Ihrer Zeitung angestoßen, ohne jeden Erfolg.

Mein Hinweis auf die Unvollständigkeit der Österten Tracht, zu der unbedingt die Punzmütze gehöre, wurde seinerzeit mit der Bemerkung zurückgewiesen, dass ja diese alten Punzmützen nicht wettertauglich seien und bei den Führungen Schaden nehmen könnten.

 Lange habe ich versucht, die immer wieder veröffentlichten Fotos der hiesigen Gästeführerinnen „ohne Punzmütze“ zu ignorieren. Aber auf Ihr Bild zu dem Bericht vom 11. Juli möchte ich nun doch Bezug nehmen. Wiederum zeigt sich eine Gästeführerin in angeblich historischer Tracht ohne Punzmütze; und es scheint auch das Schultertuch zu fehlen. Dieser Anblick kann nur als peinlich und als eine Verunglimpfung der Trachtenkultur bezeichnet werden.

 „Schaumburger Tracht“, ist übrigens ein weiter Begriff und hier zu ungenau. Man unterscheidet zwischen Friller, Lindhorster (Österten) und Bückeburger (Westerten) Tracht. Das wichtigste Unterscheidungsmerkmal ist die Mütze. In Nenndorf wurde die Österten Tracht getragen. Und zur Österten Tracht gehört eine Punzmütze auf einem Haarknoten über der Stirn.

 Auf diese Mütze zu verzichten und stattdessen eine Föhnfrisur zur Österten Tracht zu präsentieren, ist geschmacklos und wirkt lächerlich.

Dorit Kosian, Bad Nenndorf

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