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Optimistisch bleiben!

Zum Artikel „Geld macht doch glücklich“ vom 27. Dezember Optimistisch bleiben!

Die Schaumburger Nachrichten berichteten kurz nach Weihnachten, dass die Deutschen optimistisch ins kommende Jahr blicken würden und berufen sich dabei auf eine Studie eines Markt- und Meinungsforschungsinstitutes. Die gewählte Überschrift „Geld macht doch glücklich“ wird im Artikel allerdings so gut wie gar nicht begründet.

Auffallend wird betont, dass die Deutschen vielleicht noch nie so optimistisch in die Zukunft blicken würden wie Ende 2014. Begründet wurde das mit einem Prozent mehr Optimisten (44 Prozent gegenüber Vorjahr 43. Das ist nun wirklich eine coole Interpretation! Denn gleichsam ist die Zahl der Pessimisten nach selbigem Bericht sogar um drei Prozent gestiegen!  
Selbstverständlich ist es für junge Menschen ohnehin unerlässlich, ständig optimistisch zu bleiben. Gerade in Zeiten, in denen Finanzkrisen, Banken- und Eurorettung unsere Wirtschaft und Demokratie bedrohen, ist es wichtig, nicht zu jeder Medien-Meldung in Hysterie zu verfallen. Deutschland ist eine der stabilsten Demokratien mit einer funktionierenden Marktwirtschaft, obwohl uns Deflation droht. Ausgebildete und Fleißige finden in der Regel Arbeit; leider zu oft nur in Zeitarbeitsfirmen.
Dass „Geld zu haben“ beruhigt, ist unbestritten. Dass zu viel Geld aber auch unglücklich machen kann, wurde am Beispiel des Spekulanten Uli Hoeneß deutlich. Schöner wäre es, wenn der ungleich verteilte Wohlstand in Europa im Fokus bliebe. Glücklich sind Menschen nur dann, wenn sie in der Gemeinschaft, in der sie leben, Anerkennung finden können. Das ist dann der Fall, wenn sie von der Arbeit auch anständig leben können, wenn sie denn eine finden. Ziel muss eine soziale Marktwirtschaft sein, die ihren Namen auch verdient. Jede Million Arbeitslose ist eine Million zu viel. Das Kapital muss wieder den Menschen dienen und nicht umgekehrt!
Manfred Koller, Lüdersfeld

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