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Respektvoller Umgang sieht anders aus

Zum Bericht „Irgendwas ist dort schief gelaufen“. Respektvoller Umgang sieht anders aus

Im Bericht über die Versammlung des Fördervereins Bückeburger Niederung werden alle Hundehalter unter Generalverdacht gestellt. Ich wohne im Bereich der Gundschule Evesen. Obwohl ich täglich beim Spaziergang an der Streuobstwiese vorbei komme, sehe ich sehr selten Hundehalter. Und wenn außerhalb der Setz- und Brutzeit ein Bürger mit seinem Hund über die Wiese geht, ist daran ja wohl nichts auszusetzen.

Wenn man dann aber von einem Ratsherrn bedroht und beschimpft wird, dann stellt sich mir die Frage, ob dieses Verhalten der richtige Umgang ist. Mir stellt sich auch die Frage, ob hier nicht ein einzelner Hundehasser das Forum eines Vereines für seine Interessen missbraucht.

Zum Natur- und Umweltschutz gehören alle Lebewesen. Wenn man das nicht beachtet, ist es eine einzelne Interessenvertretung, die der Gesamtheit nicht zum Vorteil gereicht.

Dies kann man auch im Kontext „Bückeburger Niederung“ sehen. Der Heidornweg wird ab der Auebrücke für alle gesperrt und für viel Geld aus dem Stadtsäckel soll der Koppelweg hergerichtet werden. Also auch hier wird der Bürger, der das alles bezahlt, ausgeschlossen und kann sich an der Natur dort nicht erfreuen.

„Zufällig“ ist der Ratsherr, der sich im Stadtrat aktiv für die Belange des Fördervereins einsetzt, auch gleichzeitig stellvertretender Vorsitzender und Mitbegründer dieser Interessenvertretung. Der dann in Personalunion die Anträge des Fördervereines nicht nur mitgestaltet, sondern darüber mit entscheidet. Ist sicher alles legal, dient aber nicht dem Demokratieverständnis. Toleranz und Vielfalt, wie es auf den Tafeln an den Zufahrtsstraßen zur Stadt geschrieben steht, sind jedenfalls keine Eigenschaften, die diesen Ratsherrn und seinen Förderverein auszeichnen.
Heinz  Hägermann

Bückeburg

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