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Richtige Idee – falscher Kontext

Zum Artikel „Feuerbachs Visionen“ vom 12. November. Richtige Idee – falscher Kontext

Im Prinzip hat Feuerbach Recht. Bestünde der Landkreis Schaumburg aus vier Einheitsgemeinden mit jeweils zirka 40 000 Einwohnern, so erhielten Landkreis und Gemeinden 12 Millionen Euro pro Jahr zusätzlich aus dem Finanzausgleich.

 Der Landkreis Schaumburg gehört auf der kommunalen Ebene zu den Losern in Niedersachsen, nach dem Kennzahlenvergleich des Städte-und Gemeindebundes im unteren Drittel mit Helmstedt, Holzminden, Osterode und Goslar. Besserung ist nicht in Sicht, so zeigt der jüngste Arbeitsmarktbericht, dass hier die Arbeitslosigkeit steigt, während sie landesweit sinkt. Mehr Geld könnte also helfen Schulden abzubauen und die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern.
 Schade nur, dass Feuerbach die richtige Idee zum falschen Zeitpunkt und zum falschen Anlass äußert. Bringt man seine Vision in Zusammenhang mit dem Finanzbedarf beim Tropicana, ist Widerstand vorprogrammiert. Als seien die Bewohner von Wiedensahl und Lindhorst dazu berufen, mit dem Verlust ihrer kommunalen Eigenständigkeit den Stadthägern eine neue Rutsche zu finanzieren.
 Ohnehin muss man sich fragen, wofür Kreis und Städte die zusätzlichen Mittel denn wohl ausgeben würden. Für nachhaltige Entwicklung und Zukunftsfähigkeit ?
 Sicher ist dies bei den derzeit agierenden Personen und Mehrheiten nicht. Indes: Die feuerbachsche Vision hat es verdient, in einen seriösen Kontext gestellt zu werden. Mittelpunkt zu sein eines Symposions, Workshops, Brainstormings oder Expertenforums mit der einzigen Themenstellung, wie die Zukunftsfähigkeit der des Landkreises Schaumburg und der Gemeinden verbessert werden kann.
 Nur daraus wird ein Schuh – und kein Badelatschen.

Eckhard David
Stadthagen

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