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Schon wieder ein fundamentalistischer Pastor

Zu den umstrittenen Äußerungen des Hohnhorster Pastors Gero Cochlovius. Schon wieder ein fundamentalistischer Pastor

Kaum haben sich die Gemüter über die skandalöse Predigt des Bremer Pastors Olaf Latzel, der unter anderem den Islam als Sünde bezeichnet hat, ein wenig beruhigt, macht ein Pastor aus Hohnhorst, Samtgemeinde Nenndorf, von sich reden.

 Der Hohnhorster Pastor hat nach dem oben genannten Artikel kürzlich in einer Fernsehsendung Homosexualität als Sünde bezeichnet. Demnach sind alle Homosexuellen Sünder, denen man – wie er schon vor Jahren gepredigt habe – „Hilfe zur Heilung“ anbieten solle.
 Wer also geglaubt hat, dass derartige antiquierte Auffassungen, wie sie vom Hohnhorster Pastor vertreten werden, überwunden seien, sieht sich getäuscht. In extrem konservativen und fundamentalistisch religiösen Kreisen, zu denen offenbar auch der Hohnhorster Kirchenvorstand gehört, lebt diese biblische Irrlehre fort.
 Inzwischen sollten auch religiöse Eiferer wissen, dass die vielen unterschiedlichen sexuellen Neigungen angeboren sind – auch zum Beispiel Pädophilie, die leider immer noch weitgehend geächtet ist. Dabei wäre es wichtig, dass gerade auch diese Menschen sich outen (können) und statt Ächtung Verständnis sowie Hilfe erfahren, bevor aus der Neigung eine Straftat wird.
 Der Hohnhorster Pastor scheint aber fälschlich davon auszugehen, dass sexuelle Abweichungen von der als normal empfundenen heterosexuellen Neigung steuerbar seien. Wenn die Homosexualität und alle anderen sexuellen Abweichungen vom „Normalen“ nicht gottgewollt sein sollten, wie dies der religiöse Eiferer aus Hohnhorst offenbar glaubt, dann hätte es der „Allmächtige“ doch verhindern können, anstatt mit diesen Menschen Schabernack zu treiben.

Wilfried Bartels
Obernkirchen

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