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Selbsternannte Umweltexperten

Zum Bericht „Hände weg vom Heidornweg“ vom 11. März. Selbsternannte Umweltexperten

Im jahrelangen Zoff um den Heidornweg/Koppelweg im Ortsteil Evesen, der Bückeburger Niederung, bezieht nun auch der Stadtverband von Bündnis 90/Die Grünen mit oben genannter Schlagzeile Position und wirft unseren politischen Gremien eine unzureichende Baumaßnahme vor, die – wörtlich – letztlich den Kritikern der gesamten Maßnahme angeblich in die Hände spielt.

Das jahrelange Mediationsverfahren begann damit, dass der Baubereichsleiter seinerzeit darauf hinwies, dass der Heidornweg in einem derart maroden Zustand sei, dass an eine Instandsetzung nicht zu denken sei. Es ist bekannt, dass jeder Ratssitzung eine Fraktionssitzung vorangeht, wo über die anstehenden Tagesordnungspunkte diskutiert wird. Wenn nun in der letzten Sitzung des Ortsrates Evesen ein einstimmiger Beschluss gefasst wurde, also auch vom Vertreter von B 90/Grüne getragen, sollte sich jetzt der Stadtverband zu diesem Thema nicht mehr all zu weit aus dem Fenster lehnen.
 Es klingt wie die Erfüllung eines Kindertraumes, wenn diese Fraktion für den Frühlingsbeginn dem Spaziergänger und Radfahrer ein unbeschwertes Naturerleben in der Bückeburger Niederung möglich machen möchte. Die Realität zu diesem Wunschdenken liest sich etwas anders, wenn jetzt schon in der Ortsratssitzung Meinsen/Warber für dieses Jahr auf einen gekürzten Etat für Straße- und Wegsanierung hingewiesen wird. Ein unbeschwertes Naturerleben findet man aber auch in unmittelbarer Nähe des Heidornweges: Hinter der Bahnunterführung in Petzen führt ein asphaltierter Weg in Richtung Kernstadt. Obwohl nur für den landwirtschaftlichen Verkehr zugelassen, wird dieser Weg von Fahrzeugen jeglicher Art benutzt: für Anlieger, zur Wegabkürzung, für tägliche Grünanlieferungen in den Rehrfeldweg und zum Erreichen der Kompostierungsanlage. Sogar Umweltschützer und selbsternannte Umweltexperten setzen auf dieser Wegstrecke die Straßenverkehrsordnung außer Kraft in täglicher Konfrontation mit Behinderten, Fußgängern und Radfahrern.
 Und das alles am Rande eines Landschaftsschutzgebietes! Nochmals: Wo beginnt und endet hier das Gleichheitsprinzip? Wer mit einem Finger auf andere zeigt, zeigt mit drei Fingern auf sich. Richtig: „Hände weg, vom Heidornweg“, in dem Sinne eines einstimmigen Beschlusses im Ortsrat Evesen.
Willi Vogt, Röcke

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