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Vernünftige Grünpflege braucht ausreichend Personal

Zum Artikel „Grünpflege: Eine Stadt sieht rot“ vom 31. August Vernünftige Grünpflege braucht ausreichend Personal

Alleine mit der Heckenschere betreibt man keine Grün- und Landschaftspflege, im Gegenteil. Hat Baubetriebshofleiter Christian Schütz die Arbeit seiner 36 Mann starken Mannschaft des Betriebshofes schon mal überprüft? Das kann ich mir nicht vorstellen.

Seit über drei Jahren beobachte ich die Pflege der Grünanlagen rund um das Berufsschulzentrum. Da war und ist die Heckenschere und Säge voll im Einsatz. Ziersträucher, Holunder, Brombeer, Johannisbeerbüsche abgesäbelt und das Gestrüpp einfach liegen gelassen, dazu abgebrochene Äste und umgefallene morsche Baumstämme – und alles von Unkraut überwuchert.

An Vandalismus grenzt das Absägen und Abhacken von Zier- und Rosenbüschen am Weg neben den Schrebergärten und die Zuwucherung des Baches. Es ist schon merkwürdig, dass vor zirka drei Jahren alles noch wunderschön gepflegt war.

Solange man aber Wild- wuchs beziehungsweise Unkraut von Rosen- und Ziersträuchern nicht unterscheiden kann, hilft auch nicht ein Wildkrautbrenner. Wenn Herr Schütz von einem immensen Organisationsaufwand spricht, soll das heißen, dass die Mannschaft von 36 Mitarbeitern nicht ausreicht und sehr wahrscheinlich diesbezüqlich nicht ausgebildet ist.

Die Bürger für die Grünpflege zu begeistern, ist wohl ein Wunschdenken. In Einzelfällen mag es funktionieren, im Allgemeinen tragen viele Bürger zur Verschmutzung bei. 36 Mann sind einfach zu wenig.

Warum stellt man nicht Asylbewerber ein – selbstverständlich entsprechend bezahlt, – um unter Anleitung erfahrener Gärtner die Pflege zu übernehmen. Es würde nicht nur der Stadt helfen, sondern auch die Integration fördern.
Sonja Bellersen
Stadthagen

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